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Ludwigsluster Tageblatt

13. Dezember 2017 | 19:45 Uhr

Ludwigslust : Waldbad statt Schwimmhalle

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Nach Absage an Schwerin: Ludwigslust stellt neues Konzept für Schwimmunterricht vor / Eltern wollen künftig mehr einbezogen werden

von
erstellt am 26.Feb.2016 | 12:42 Uhr

Die Drittklässler der Ludwigsluster Grundschulen werden dieses Jahr erstmals nicht in Schwerin, sondern in Grabow das Schwimmen lernen. Das geht aus dem neuen Konzept der Stadt zum Schwimmunterricht für das laufende Schuljahr hervor. Demnach werden die etwa 80 Schüler in zwei Wochen zwischen dem 20. Juni und 1. Juli täglich ins Waldbad Grabow fahren. Verantwortlich für die Schwimmausbildung ist René Kruck, Sportlehrer an der Techentiner Grundschule. Mit ihm werden vier weitere Schwimmlehrer der Wasserrettung ASB Schwerin-Parchim die Kinder unterrichten. Noch ist unklar, wer die vier Lehrer vom ASB bezahlt. „Ehrlich gesagt, sind wir davon ausgegangen, dass die Schulen selbst die Schwimmlehrer stellen“, sagte Bürgermeister Reinhard Mach auf der jüngsten Sozialausschuss-Sitzung am Mittwoch. Leider aber sei mit René Kruck nur ein Ludwigsluster Lehrer dazu in der Lage. Die Lösung, Fachkräfte von der ASB-Wasserrettung einzusetzen, gehe auf Initiative der Stadt zurück. „Das sollte aber eigentlich Aufgabe des Schulamtes sein“, so Mach. Machs eigenständige Entscheidung im Sommer letzten Jahres, den Schwimmunterricht in der Schweriner Schwimmhalle wegen der drastischen Gebührenerhöhung aufzugeben (SVZ berichtete) war von den Eltern in Ludwigslust kritisch aufgenommen worden. „Wir hätten von den Plänen gern früher erfahren und bei der Konzeption mitgeredet“, so Jens Nelius, Elternratsvorsitzender in der Fritz-Reuter-Schule. Mit ihm waren am Mittwoch ein Dutzend Eltern zur Ausschussitzung gekommen. „Wir werden hier vor vollendete Tatsachen gestellt. Ganz nach dem Motto ,Friss oder stirb’“, sagte Frank Engel von der AfL (Alternative für Ludwigslust). Nach langer Diskussion hatten die Ausschussmitglieder an dem Abend dafür gestimmt, die Gäste zum Tagesordnungspunkt „Schwimmkonzept“ mitreden zu lassen. So wünschen sich die Eltern ein beheiztes Zelt oder eine andere warme Unterstellmöglichkeit für die Kinder an Schlecht-Wetter-Tagen. Außerdem sollen alle Drittklässler zwei Wochen Schwimmunterricht haben. Die Stadt hatte in ihrem Konzept vorgesehen, dass die Kinder, die nach einer Woche die Schwimmstufe Bronze erreichen, zurück an die Schule gehen und damit Platz schaffen für Nichtschwimmer aus den 4. Klassen. Der größte Kritikpunkt der Eltern aber bleibt die fehlende Kommunikation. Nelius: „Das muss sich bei der Planung für das nächste Schuljahr unbedingt ändern.“

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