Alt Jabel : Waldbad erhält neue Sprungtürme

Bürgermeisterin Christel Drewes und Bademeister Fred Klinge freuen sich auf den Baubeginn im Waldbad.  Fotos: muen, privat, archiv
Bürgermeisterin Christel Drewes und Bademeister Fred Klinge freuen sich auf den Baubeginn im Waldbad. Fotos: muen, privat, archiv

In Alt Jabel beginnen im April Arbeiten zur Errichtung einer neuen Sprunganlage und einer Brücke / Saison startet später

svz.de von
29. März 2016, 21:00 Uhr

Seit über einem Jahr gibt es keinen Turm mehr, und im November ging auch noch der Badesteg verloren. Trotzdem fällt die diesjährige Saison im Waldbad Alt Jabel nicht ins Wasser. Denn noch im April ist Baubeginn für zwei neue Sprungtürme einschließlich eines neuen Stegs. Wenn die fertig sind, wird gebadet.

Vielanks Bürgermeisterin Christel Drewes: „Natürlich wird es auch in diesem Jahr in unserem Waldbad eine Badesaison geben. Wegen der Bauarbeiten wird der Saisonbeginn lediglich verschoben. Wir informieren rechtzeitig, wann es los geht.“

Die bevorstehenden Arbeiten wurden notwendig, weil der 1964 gebaute Sprungturm nicht mehr durch den TÜV kam und deshalb Anfang 2015 abgerissen werden musste (SVZ berichtete). Im November vergangenen Jahres beschädigte ein Sturm auch noch den Badesteg und hob dessen Brückenbelag ab. Die Steganlage wurde daraufhin ebenfalls demontiert.

Bademeister Fred Klinge: „Vor allem viele Kinder waren letztes Jahr enttäuscht und meinten, dass es ohne Turm langweilig sei.“ Nicht zuletzt deshalb stand für die Gemeinde schon vor dem zusätzlichen „Brückendrama“ fest: Ein neuer Turm muss her. „Wir alle haben den Turm vermisst“, so Bürgermeisterin Christel Drewes. „Darum haben wir alle Möglichkeiten geprüft, um an entsprechende Fördermittel für einen neuen Turm zu kommen. Es gab viele Gespräche, zum Beispiel mit dem Landkreis und dem Landwirtschaftsministerium.“

Und die Anstrengungen haben sich gelohnt. Die Gemeinde erhielt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 193  455 Euro. Darin enthalten sind Mittel aus dem Fonds Integrierte ländliche Entwicklung (ILERL-MV) und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Gemeinde selbst beteiligt sich mit 48  500 Euro aus eigenen Mitteln am Bau der neuen Sprung- bzw. Steganlage. Nicht zu vergessen: Weitere 1747 Euro kommen aus Spenden. Außer im Bad standen auch an verschiedenen Orten der Umgebung Spendendosen, in die viele Menschen Geld eingeworfen haben.

Fred Klinge: „Wir bekommen zwei Türme: Neben einem Ein-Meter- auch einen Vier-Meter-Sprungturm.“ Damit können im Bad nun auch wieder Prüfungen für das Schwimmabzeichen abgenommen werden.

Am 12. April soll nun die Gemeindevertretung den Beschluss über die Auftragsvergabe fassen. Dem folgt am 18. April die Bauanlaufberatung. „Ich finde es wunderbar, dass wir nun zwei unabhängige Sprunganlagen und damit eine weitere Attraktion in unserem Waldbad bekommen“, freut sich Bürgermeisterin Christel Drewes, die als Kind bereits hier gebadet hat. Seit 1952 war die ehemalige Kiesgrube zum Baden genutzt worden. Im Laufe der Jahre entstand auch dank vieler Helfer ein richtiges Bad, das nach einem Wassereinbruch 1966 völlig neu gestaltet wurde. Im Mai 1967 erfolgte die Übergabe des neuen Volksbades.

Zur Eröffnung der diesjährigen Saison übrigens hat auch Amtsvorsteher Burkhard Thees seine Teilnahme angekündigt, wie Bademeister Klinge sagt. „Er wird dann die ,Mamba’ (Riesenrutsche – d. R.) hinunter rutschen und vom Turm springen müssen“, lacht Fred Klinge.

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