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Ludwigslust : Wächter auf Streifenfahrt: Leider ohne Fahrerlaubnis

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Polizei kontrollierte nachts einen VW Golf und schnappte Wachmann, der nicht an das Steuer darf

von
erstellt am 27.Feb.2015 | 21:00 Uhr

Sie haben ihm vertraut. Doch das war offenbar ein schwerer Fehler.

Donnerstag, eine knappe Stunde nach Mitternacht: Einer Zivilstreife der Polizei fällt im Kreisverkehr zwischen Ludwigslust und Grabow ein auffällig langsam fahrender VW Golf auf, der in Richtung Dömitz unterwegs ist. Der Pkw fährt auch außerhalb des Kreisverkehrs mit einem Tempo, dass wesentlich unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit liegt.

Grund für die Beamten, das Fahrzeug zu stoppen und den Fahrer zu kontrollieren. Immerhin könnte es sich auch um einen Betrunkenen handeln oder aber um einen Menschen, der gesundheitliche Probleme hat. Doch der Golffahrer ist weder betrunken noch krank. Gilbert Küchler, Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust: „Der Mann zeigte Fahrzeugschein und Personalausweis vor, jedoch keinen Führerschein. Er behauptete, ihn vergessen zu haben.“

Dumm für den Mann nur, dass die Polizisten sich damit nicht zufrieden geben. Bei der Überprüfung stellt sich nämlich heraus, dass ihm bereits vor längerer Zeit die Fahrerlaubnis entzogen worden war, er daher gar keinen Führerschein besitzt.

Doch nicht alleine diese Tatsache erstaunt die Polizisten. Noch mehr wundern sie sich über den Grund der nächtlichen Tour. Es stellt sich heraus, dass der Mann Mitarbeiter einer Wachschutzfirma ist und sich gerade auf Streifenfahrt befindet, um Objekte zu kontrollieren. Dafür ist der 66-Jährige dienstlich mit seinem Privatwagen unterwegs.

Übrigens war er bereits im Sommer vergangenen Jahres von der Polizei bei einer Fahrt ohne Fahrerlaubnis erwischt worden. Wie damals gibt es erneut eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Jetzt aber wurde er im Dienst erwischt. Nun drohen möglicherweise auch dem Arbeitgeber Konsequenzen. Gilbert Küchler: „Arbeitgeber haben bei Mitarbeitern, die im Dienst Auto fahren, regelmäßig zu prüfen, ob eine Fahrerlaubnis vorhanden ist. Dabei sollte man sich das Original vorlegen lassen und keine Kopie. Denn immerhin könnte eine Fahrerlaubnis längst entzogen worden sein und im Safe einer Behörde liegen. Werden diese regelmäßigen Überprüfungen unterlassen, muss auch der Arbeitgeber mit strafrechtlichen Ermittlungen rechnen.“

 

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