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Wöbbelin : „Wächter“ am Rundweg aufgestellt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

13 junge Leute nahmen am Internationalen Workcamp in Wöbbelin teil

von
erstellt am 28.Aug.2017 | 12:00 Uhr

„Für die jungen Leute waren es 14 heiße Tage engagierter Arbeit. Auf dem ehemaligen Lagergelände des KZ Wöbbelin, auf dem Ehrenfriedhof und bei der Arbeit am Dokumentarfilm über 25 Jahre Internationales Workcamp hier in Wöbbelin“, begrüßte die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten, Ramona Ramsenthaler, die Gäste der öffentlichen Präsentation der Ergebnisse des Workcamps. „Wir haben Pflegearbeiten am Ehrenfriedhof und im Bereich des Museumsgebäudes ausgeführt, haben Hecken geschnitten, Wege vom Unkraut befreit. Das war aufgrund der sommerlichen Temperaturen ganz schön anstrengend“, erzählte Nada aus Serbien, während der Power-Point-Präsentation in bestem Englisch.

Zu den Aufgaben der 13 jungen Leute aus Deutschland, der Ukraine, Russland, der Türkei, Mexiko, Spanien und Serbien gehörten auch Geländearbeiten im ehemaligen Lagergelände. Zusammen mit dem Bauingenieur Hubert Dierkes wurde der Rundweg erweitert und neu angelegt. Im Projekt „Wächter des KZ Wöbbelin“ bearbeiteten die Teilnehmer des Internationalen Workcamps Holzstämme und stellten sie am Rundweg im ehemaligen Lagergelände auf. Parallel dazu beschäftigten sich die jungen Leute in Gruppen mit dem Thema NS-Zeit und Judenverfolgung und arbeiteten an Biografien zum Thema „Den Opfern ein Gesicht geben“.

Daniel, Student auf Lehramt aus Bonn, der dann in der zweiten Woche von Campleiterin Juliane Vopel die Betreuung der jungen Leute übernahm, übersetzte es den anwesenden Gästen ins Deutsche. Unter ihnen waren Rainer Petram, Fachdienstleiter Bildung, Kultur und Sport beim Landkreis Ludwigslust-Parchim, und Wöbbelins Bürgermeisterin Viola Tonn.

Für Nada aus Serbien, Wassilissa aus der Ukraine, Anna aus Mexiko, Natascha aus Russland und all die anderen junge Leute waren es ereignis- und erlebnisreiche Tage in Wöbbelin, in denen sie viel erlebten und viele Eindrücke mit nach Hause nehmen werden.

Neben zahlreichen Aufgaben und Arbeiten standen auch Ausflüge und Exkursionen auf dem Programm. So fuhren die jungen Leute in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, lernten dort die Geschichte des Vernichtungslagers und seiner Außenlager kennen. In der Landeshauptstadt Schwerin kamen sie mit der Landtagsabgeordneten der Linken, Jacqueline Bernhardt, die auch Mitglied im Beirat des Vereins Mahn- und Gedenkstätten ist, ins Gespräch. Auch ein Besuch der Jüdischen Gemeinde und der Synagoge in Schwerin standen auf dem Programm. Die Mediengruppe um Mirko Schütze von der Sophie-Medienwerkstatt Hagenow zeigte dann in erster Fassung den erst vor wenigen Minuten fertiggestellten Dok-Film über 25 Jahre Internationales Workcamp. „Wir werden an dem Film weiterarbeiten, so dass wir ihn dann wahrscheinlich im Mai 2018 in vollständiger Variante zeigen werden“, so Ramona Ramsenthaler.

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