Malliss/Kaliss : „Wackelzeit“ endlich vorbei

Der Landkreis hat nachgewiesen, dass unzumutbare Schulwegzeiten entstehen, wenn an einigen Schulen keine erste bzw. keine fünfte Klasse mehr gebildet wird. Das Bildungsministerium hat die Angaben nun bestätigt.
Der Landkreis hat nachgewiesen, dass unzumutbare Schulwegzeiten entstehen, wenn an einigen Schulen keine erste bzw. keine fünfte Klasse mehr gebildet wird. Das Bildungsministerium hat die Angaben nun bestätigt.

Bildungsministerium: Landkreis hat Auflagen für Schulentwicklungsplan erfüllt. Schulstandorte Kaliß und Malliß bis 2019 / 20 gesichert

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04. April 2017, 21:00 Uhr

Die Ungewissheit hat endlich ein Ende: Die Schulstandorte in Malliß und Neu Kaliss sind für die kommenden Jahre gesichert. Darüber informierte jetzt das Schweriner Bildungsministerium.

Hintergrund: Der Landkreis hatte den Schulentwicklungsplan für 2015/16 bis 2019/20 erarbeitet, das Ministerium diesen zunächst aber nur mit Auflagen genehmigt. Der Landkreis hatte glaubhaft machen müssen, dass unzumutbare Schulwegzeiten entstehen würden, wenn an den betreffenden Schulen keine 1. bzw. 5. Klassen gebildet werden. Nur dann dürften die Schulen weiter bestehen, auch wenn die vorgeschriebenen Mindestschülerzahlen für die Eingangsklassen 1 und 5 nicht erreicht werden (SVZ berichtete). „Diese Nachweise hat der Landkreis erbracht“, teilte Bildungsministerin Birgit Hesse nun mit.

„Wir sind natürlich zufrieden, dass unsere Argumente anerkannt wurden und es nun so gekommen ist, wie wir es in unserem Plan vorgesehen hatten“, sagte gestern Guido Wiese, beim Landkreis für die Schulentwicklungsplanung zuständig.

Erleichterung nicht nur beim Landkreis, sondern vor allem in den betroffenen Gemeinden. „Ein sehr positives Signal“, freut sich der Kalisser Bürgermeister Burkhard Thees, in dessen Gemeinde es eine Grundschule gibt. „Auch deshalb, weil die steigenden Geburtenraten für sich sprechen. Es zeichnet sich sogar ab, dass die Geburtenraten ab 2020/21 so stabil sind, dass wir zwei Eingangsklassen bilden können.“

Auch Bürgermeister Volker Sielaff in Malliß freut sich, dass die „Wackelzeit“ nun vorbei ist. Man müsse jetzt aber hart arbeiten, damit der Schulstandort auch nach 2020 erhalten bleibt. Erst in der Vorwoche hat die Gemeindevertretung einen Antrag gestellt, nach dem die Grund- und die Regionale Schule ab dem Schuljahr 2017/18 zusammengelegt werden sollen. Darüber, so Volker Sielaff, müsse das Land entscheiden. „Wir haben zwei Schulen in einem Haus. Eine Zusammenlegung würde organisatorisch vieles erleichtern, außerdem 10  000 Euro im Jahr sparen.“ Die Schule würde für Kinder und Eltern interessanter. Sie könnten von der 1. bis 10. Klasse in gewohnter Umgebung bleiben. Lehrer aus oberen Klassen würden sicher auch Vertretungsstunden in den unteren Stufen geben, so dass die Schüler sich später nicht an völlig neue Lehrer gewöhnen müssten.

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