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neustadt-glewe : „Wachtmeisterinstinkt“ landete Volltreffer

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Beamte des Autobahnverkehrspolizeireviers stoppen auf der A 24 Kleintransporter, der vermutlich Diebesbeute nach Litauen bringen sollte

von
erstellt am 30.Okt.2015 | 07:00 Uhr

Auf der A 24 bei Neustadt-Glewe am Mittwoch: Polizisten beobachten den vorbei rollenden Verkehr. Offenbar war es der „Wachtmeister-Instinkt“: Ein roter Kleintransporter erregt die besondere Aufmerksamkeit der Autobahnpolizisten. Sie fahren mit ihrem Streifenwagen hinterher, stoppen ihn schließlich bei Suckow. Ein Volltreffer: In dem Kleintransporter entdecken die Beamten eine Menge verschiedener Bauwerkzeuge mit einem geschätzten Gesamtwert von ca. 50  000 Euro, darunter Bohrmaschinen, Akkuschrauber sowie verschiedene elektrische Sägen und Schneidwerkzeuge namhafter Hersteller.

Um alles transportieren zu können, waren die Sitze des Fahrzeugs ausgebaut worden. Das Werkzeug staute sich bis in Höhe der Autofenster. Darüber war eine Decke gelegt, auf der schließlich noch ein Fahrrad lag. „Im Ergebnis listete die Polizei insgesamt 123 Einzelposten auf, zu deren Herkunft der 19-jährige Transporterfahrer keinen Nachweis erbringen konnte“, berichtet der stellvertretende Leiter des Autobahnverkehrspolizeireviers Stolpe, Mathias Elert.

Der 19-jährige Litauer gab schließlich zu, den bereits vollbeladenen Kleintransporter an der dänischen Grenze übernommen zu haben, um ihn nach Litauen zu bringen. Ihm sei auch klar gewesen, dass es sich möglicherweise um Diebesgut handelte. Aufgrund der Gesamtumstände geht die Polizei derzeit davon aus, dass das im Transporter entdeckte Werkzeug in Skandinavien gestohlen wurde. Die Polizisten beschlagnahmten es und nahmen gegen den Fahrer eine Anzeige wegen Diebstahlverdachts und Verdachts auf Hehlerei auf. Hinsichtlich vermuteter Tatorte nahm die Polizei noch am Mittwoch, kurz nach der Kontrolle, Kontakt zu den dänischen Ermittlungsbehörden auf. Schon am Abend gab es eine erste Rückmeldung durch die dänische Polizei. „Eines der sicher gestellten Werkzeuge konnte bereits einem Einbruch in Dänemark im September zugeordnet werden“, sagt Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion Ludwigslust. Offenbar handelte es sich bei dem litauischen Transporterfahrer um einen Kurier. Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft wurde der Mann am Mittwochabend wieder auf freien Fuß gesetzt und konnte seine Fahrt fortsetzen – allerdings ohne Ladung.

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