Burgfräuleinwahl 2018 : Vorliebe für schöne Gewänder

Das neue Burgfräulein Angelina (r.) präsentierte ihre Zeichnungen der Zeremonienmeisterin Tara (l.). Vorgängerin Diana half der Schülerin bei der Lösung ihrer Prüfungen.  Fotos: Schulze (3)
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Das neue Burgfräulein Angelina (r.) präsentierte ihre Zeichnungen der Zeremonienmeisterin Tara (l.). Vorgängerin Diana half der Schülerin bei der Lösung ihrer Prüfungen. Fotos: Schulze (3)

16-jährige Angelina Hendes ist das neue Burgfräulein der Stadt Neustadt-Glewe. Prüfungen meisterte die Schülerin mit Bravour.

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29. Januar 2018, 05:00 Uhr

Vor fünf Jahren kaufte sich Angelina Hendes ihr estes mittelalterliches Kleid. In genau diesem stellte die 16-Jährige nun ihre Tauglichkeit als neues Burgfräulein der Stadt Neustadt-Glewe unter Beweis. Auch wenn sie in diesem Jahr die einzige Bewerberin für das repräsentative Amt war, musste sie einige Aufgaben bestehen, um den Burgverein und den Adel von ihren Fähigkeiten zu überzeugen.

Alle Augen sind an diesem Abend auf Angelina gerichtet. Die Schülerin ist sehr aufgeregt, schließlich muss sie Prüfungen vor den Gäste absolvieren, um zu zeigen, dass sie des Titels Burgfräulein würdig ist. Bereits zum 20. Mal fand die Wahl statt. „Es ist vor allem ein repräsentatives Amt. Das Burgfräulein wird auf Festen und Märkten unterwegs sein. Und das nicht nur in unserer Region, sondern zum Beispiel auch auf der Grünen Woche in Berlin. Außerdem wird sie die Bürgermeisterin auf öffentlichen Veranstaltungen begleiten“, erklärt Karen Tappe, die in der Stadt für Kultur zuständig ist. Bürgermeisterin Doreen Radelow verfolgte die Wahl an diesem Abend im mittelalterlichen Gewand im Kreise ihrer Familie.

Zur Begrüßung musste Angelina ein Gedicht vortragen. „Eins, das von Herzen kommt, und uns einen Blick in die Seele des Mädchens gewährt“, erklärte Zeremonienmeisterin Tara, die durch den Abend führte. Sie und ihre Gruppe „Satolstelamanderfanz“ begleiteten die Wahl musikalisch und begeisterten die Gäste mit stimmungsvollen und mitreißenden Musikstücken aus ganz Europa. Angelina hatte für diesen Anlass ein eigenes Gedicht verfasst, in dem sie erklärte, dass sie vor allem aufgrund der schönen Gewänder und der Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt Burgfräulein sein möchte.

Dass sich ihre Tochter für das Amt beworben hat, überrascht Mama Sindy bis heute. „Sie ist eher zurückhaltend, steht nicht gerne im Mittelpunkt. Aber dieses Amt hat es ihr einfach angetan.“ Stolz verfolgte sie gemeinsam mit Angelinas Vater, Opa, Bruder und einem Schulfreund die Wahl. Zu den Prüfungen gehörte u.a. das Zeichnen und das Tanzen. Unterstützung gab es dabei stets von ihrer Vorgängerin Diana Thiel, die die vergangenen zwei Jahre Neustadt-Glewe repräsentierte und sich an diesem Abend auch gleichzeitig verabschiedete. „Es war eine tolle Erfahrung. So viele Kleinigkeiten haben es zu einer schönen Zeit gemacht, zum Beispiel das Märchenlesen mit Kindern oder ein Königinnentreffen“, erklärt Diana Thiel. Für sie sei die Zeit gekommen, um das Zepter an ein jüngeres Burgfräulein zu übergeben.

Kurz vor der großen Entscheidung zeigte sich Angelina schon viel entspannter. „Es hat alles gut geklappt und ich wurde toll unterstützt“, erklärt die Schülerin der Karl-Scharfenberg-Schule. Der Burgverein sowie der Adel zeigten sich begeistert von ihren Leistungen und die Gäste belohnten ihre Bemühungen mit viel Beifall. Vorgängerin Diana überreichte Angelina die Schärpe und wünschte ihr alles Gute für die kommenden zwei Jahre. „Ich freue mich über die Entscheidung und auf die Zeit als Burgfräulein“, erklärt Angelina.

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