Grabow : Von Mumien und hölzernen Eulen

Lehrerin Annett Siemhs mit den Schülern Theo, Mattes und Nils vor der Ausstellung zur Geschichte Ägyptens.  Fotos: Michael Seifert
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Lehrerin Annett Siemhs mit den Schülern Theo, Mattes und Nils vor der Ausstellung zur Geschichte Ägyptens. Fotos: Michael Seifert

Beim Tag der offenen Tür präsentierten Lehrer und Schüler der Friedrich-Rohr-Schule Grabow viele interessante Angebote und Projekte

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21. Januar 2018, 20:45 Uhr

„Das Pharao-Plakat Mattes gebastelt, die Info-Tafel zum Totenkult in Ägypten ist von Nils“, sagt Annett Siemhs und zeigt auf die Aufsteller im Unterrichtsraum, wo die Besucher beim Tag der offenen Tür in der Friedrich-Rohr-Schule Grabow am Sonnabend Interessantes und Wissenswertes zur Geschichte über das Reich am Nil erfuhren.

Die junge Lehrerin, die nach ihrer Elternzeit gerade wieder an der Schule angefangen hat, beschäftigte sich in den vergangenen Wochen im Unterricht der 6. Klasse mit dem Thema Ägypten. „Wir haben am Computer gearbeitet, Plakate erstellt und Vorträge erarbeitet. Nils, Theo und Mattes präsentieren das den Besuchern. Und es gibt auch ein Quiz“, so Annett Siemhs, die an der Rohr-Schule Geschichte, Sport und Mathe unterrichtet. Während hat Schulleiterin Jutta Bloßfeld, die sich mit ihrem Enkel Quinn im Schulhaus die einzelnen Angebote anschaut, das Modell eine Mumie in Augenschein genommen. „Das was, die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern zum Tag der offenen Tür auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen“, so die Schulleiterin, die an diesem Tag mit ihrem Pädagogen-Team den Besuchern Rede und Antwort steht.

Aber die Regionale Schule hat ein Platzproblem. Es fehlen acht bis zehn Räume, es gibt ein Mensa-Problem, ein Essenraum reicht nicht aus. Zudem gibt es keine Beratungszimmer und keinen Raum für Schulsozialarbeit. Ein separater Neubau auf der vorhandenen Freifläche vor der Regionalen Schule soll errichtet werden. Dieser soll über einen transparenten Zwischengang mit dem Altbau verbunden werden und die bestehenden Platzprobleme lösen. Ein entsprechender Beschluss der Stadtvertretung Grabow hat das Projekt auf den Weg gebracht.

Aktuell lernen an der Schule rund 265 Schüler in 14 Klassen, unterrichtet werden die Mädchen und Jungen der 5. bis 10. Klassen von 20 Lehrern.

Experimente, Basteln, Quiz, Ausstellungen und vieles mehr gab es bei der alljährlich im Januar stattfindenden Leistungsschau der Friedrich-Rohr-Schule zu entdecken. Vorgestellt wurde die Arbeit des Eltern- und des Schülerrates. Im Schüler-Café versorgten Zehntklässler die Gäste beim Tag der offenen Tür. Zu sehen und zu schauen gab es am Sonnabend vieles: So bei der Präsentation der AG „Junge Sanitäter“ unter Leitung von DRK-Ausbilderin Claudia Zischau, oder bei der Kunst-Projekte-Ausstellung im Kunstraum im Keller oder beim Fotoprojekt „Grabow im Wandel“ im Foyer. Das ist ein Kooperationsprojekt zwischen Schulsozialarbeit und Amtsjugendpflegerin Grabow. „Teilgenommen haben daran Schüler der Klasse 5 und 7“, sagte Schulsozialarbeiterin Sabine Wendt. „Wir freuen uns, dass wir die Schaufenster der früheren Verkäufsräume der Firma Wendt nutzen dürfen, um den Grabowern und ihren Gästen die Ergebnisse unserer Arbeit zeigen zu können.“

„Basteln mit Holz“ hieß das Angebot im Werkraum im Keller der Schule. Werklehrerin Carola Baack konnte sich über regen Zuspruch freuen, war da schnell umringt von kleinen und großen Kindern, die sich unter ihrer Anleitung hübsche Sachen basteln wollten. „Aus preiswerten Materialien, aus Restbeständen, die aus Bausätzen übrig bleiben, basteln wir zum Beispiel kleine Eulen aus Holz, Schlüsselanhänger, Türschilder aus Holz, Stifte- und Zettelhalter. Ganz besonders begehrt sind die kleinen Jojos“, schnunzelt die Lehrerin.

„Gehirnjogging und Quiz“ konnte man dann bei der vom Klassenlehrer der 7b, Johann-Christian Makel, betreuten Station erleben. „Memory, Schach, Scrabble und Backgammon kann jeder hier kennenlernen“, so der Pädagoge, der am Vormittag schon eine Menge Besucher begrüßen konnte. Interesse fand hier auch das Angebot, einen Papierflieger zu bauen und dann auszuprobieren, wie weit er denn fliegt. „Der weiteste Versuch landete bislang bei 7,90 Metern“, sagte Jan aus der 7b, der dieses Projekt betreute.

Eltern und Großeltern erhielten an diesem Tag viele Eindrücke von den Unterrichtsräumen, kamen mit Schülern und Lehrkräften ins Gespräch. „Wichtig ist, dass wir den Eltern sagen können, dass wir jeden Schüler ab der 5. Klasse betreuen können“, so Schulleiterin Jutta Bloßfeld.

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