Dömitz : Von Monstern und Raben

Während Charleen und Luisa das Märchen lesen, basteln Leni und Paula (v.l.n.r.) einen Raben.
1 von 2
Während Charleen und Luisa das Märchen lesen, basteln Leni und Paula (v.l.n.r.) einen Raben.

Lesefest an der Dömitzer Grundschule mit Wettbewerb, Lesestunden und märchenhaften Basteleien

von
25. April 2015, 07:00 Uhr

Mucksmäuschenstill ist es im Klassenraum. Nur Max spricht. Genau genommen liest er – und zwar aus dem Buch „Zottelkralle“ von Cornelia Funke. Max ist einer von sechs Viertklässlern, die beim Lesewettbewerb um den Sieg kämpfen. „Zuerst hat jeder Teilnehmer ein eigenes Buch vorgestellt und daraus vorgelesen“, erklärt Manuela Wenderholm, Klassenlehrerin der 4 b der Dömitzer Grundschule. „Im zweiten Teil mussten alle aus einem unbekannten Buch lesen – aus ,Zottelkralle‘.“

Auch in den anderen Klassen dreht sich an diesem Tag alles um Bücher. Anlässlich des Tages des Buches hat die Schule zum Lesefest gerufen. „Bei vielen Kindern wird zu Hause kaum noch gelesen. Wir wollen, dass das Lesen wieder eine größere Rolle spielt“, erklärt Schulleiterin Silke Nowe. Das Lesefest, das jetzt seine Premiere erlebte, soll deshalb zur Tradition am Tag des Buches werden.

Während in den vierten Klassen Wettbewerbsfieber herrscht, malen und basteln nebenan ganz entspannt die Zweitklässler. „Wir haben das Mädchen auf Papier gezeichnet und dann ausgemalt“, erzählt Luisa Scholz. „Nachher kleben wir es zusammen mit den Raben auf.“ Entstehen sollen Märchen-Faltbilder, die die Kinder mit nach Hause nehmen können. Das gemalte Mädchen ist die Schwester aus dem Märchen „Die sieben Raben“, einem nicht ganz so bekannten Märchen. Den Schülerinnen macht dieser besondere Schultag Spaß. „Das ist mal etwas Neues, und ich bastle auch gern“, sagt Luisa. Leni Kuhlemann ergänzt: „Und wir bekommen keine Hausaufgaben auf…“ Nach einer Pause verlassen die Zweitklässler dann erst einmal die sieben Raben und wenden sich „Ein Monster im Klassenzimmer“ zu. Die Dömitzer Bibliothekarin Andrea Auls liest daraus vor.

Während die Schüler in der Pause sind, rauchen bei der Jury des Lesewettstreits die Köpfe. „Aussprache, Lautstärke und Sprachfluss sind einige Kriterien, die wir berücksichtigen“, sagt Schulsozialarbeiterin Heidrun Paesel. Sie bildet zusammen mit drei Zehntklässlern des Gymnasialen Schulzentrums und einem Praktikanten aus der achten Klasse die Jury. Nach kurzer Besprechung stehen die Gewinner fest. Lilian Schröder hat am besten gelesen und siegt vor Leona Diehn und Leonie Gahr. „Es war manchmal ganz schön knapp“, sagt Heidrun Paesel. „Aber alle Teilnehmer haben es toll gemacht. Wir sind sehr zufrieden, vor allem mit dem Vorlesen aus den eigenen Büchern.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen