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Ludwigsluster Tageblatt

21. Oktober 2017 | 08:57 Uhr

ludwigslust : Von Helgoland bis Plau am See

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Neujahrsempfang des Landkreises Ludwigslust-Parchim am östlichsten Ort der Metropolregion Hamburg

von
erstellt am 29.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Warum Plau am See? Ganz einfach, symbolischer hätte die Auswahl für den Ort des Neujahrsempfangs des Landkreises kaum ausfallen können. Ab 1. März reicht die Metropolregion Hamburg nämlich von Helgoland bis Plau, der – so Landrat Rolf Christiansen – klaren Hochburg des Tourismus im Landkreis.

Ansonsten markierten Infrastrukturminister Christian Pegel und Rolf Christiansen vor rund 150 Gästen in der Schule am Klüschenberg Aufbruchstimmung – vom Theatergebäude über den Rufbus bis zum schnellen Internet. Am Südbahnthema kamen beide nicht vorbei. Dafür sorgte die Bürgerinitiative: Die Südbahn lebt also, auch wenn sie nicht mehr fährt.

Gäbe es das Wort des Tages, es war ganz klar „Quantensprung“. Den soll es bekanntlich geben, wenn das Junge Staatstheater Parchim und die Fritz-Reuter-Bühne irgendwann in die umzubauende alte Elde-Mühle in Parchim ziehen. Landrat Christiansen wehrte sich gegen Kritik, dass es dabei zu langsam vorangehe: „Der bauliche Zustand war im Alten Landkreis Parchim lange bekannt.“ Hinter den Kulissen werde nun hart gearbeitet. Die Zusage des Landes, den Umbau mit fünf Millionen Euro zu unterstützen, stehe. Christiansen: „Noch in diesem Monat soll es eine Entscheidung geben, aus welchen Ressorts das Geld kommt, so dass wir dann loslegen können.“

Für das kommende Jahr kündigte Christiansen erneut eine Senkung der Kreisumlage an, sollte das neue Finanzausgleichsgesetz des Landes nicht dazwischenfunken. Immerhin wolle die Bundesregierung die kommunale Ebene um fünf Milliarden Euro entlasten.

Dass das Hereindrängeln des Landes auch Kommunen helfe, machte Gastredner Minister Christian Pegel klar. Die spannende Geschichte, Fördergeld für den Ausbau des schnellen Internets in die Region zu holen, komme noch nicht an, weil nichts Greifbares zu sehen sei. Das passiere aber.

Spätestens Ende 2018 könnten 82 Prozent des ländlichen Raums über schnelle Internetanschlüsse verfügen. Derzeit sind es 15 Prozent. Die Botschaft: „Wir sind das Land zum Leben. Hier gibt es eine Internetbandbreite wie in Berlin – aber bei der Arbeit den Blick auf Wälder und Seen dazu.“

Gastfreundschaft nicht zu vergessen und die Zukunft, nämlich die Kinder. Hier erwies sich die Schule am Klüschenberg als perfekter Gastgeber. Ganz groß sangen zwei kleine Mädchen aus der fünften Klasse ein Lied, dass man nur gemeinsam die Welt ergründen könne. Die Kammermusikgruppe aus Lübz setzt klassische Akzente.

Wie gesagt: Hier lässt es sich leben.

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