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Ludwigsluster Tageblatt

14. Dezember 2017 | 14:20 Uhr

grabow : Von Grabow bis zum Gardasee

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Maler und Grafiker Günther Manthey war in den vergangenen 40 Jahren in Deutschland und auch im Ausland auf Motivsuche

von
erstellt am 01.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Letzte Pinselstriche, ein prüfender Blick, dann ist das Werk fertig. Eine Stadtansicht ist entstanden, in Grautönen gehalten. Günther Manthey war hier eine Woche lang in der Innenstadt anzutreffen und zu beobachten. Vor seiner Staffelei sitzend, mit Blick auf das Rathaus und der Kirche im Hintergrund, arbeitete er an seinem jüngsten Bild. „Das war ein privater Auftrag, das Bild soll bei einer Hochzeit als Geschenk überreicht werden“, sagte der 64-Jährige, als SVZ mit ihm zum Abschluss seines einwöchigen Aufenthaltes ins Gespräch kam. Günther Manthey, 1949 in Ludwigslust geboren, kennt die Region um die Barockstadt genau, war auch in anderen Gegenden, wie z.B. in Lenzen mit Leinwand und Pinsel unterwegs. Motive findet er im Leben: Menschen, Tiere, Pflanzen und die vier Jahreszeiten inspirieren ihn immer wieder. Er arbeitet als Berufskünstler gerne mit dem Bleistift und der Öl-Malerei, ebenso gehören Aquarelle und Radierungen zu seinen bevorzugten Techniken. Seine Palette reicht von kleinen Miniaturen bis übergroßen Wandbildern. „Meine Ausbildung zum Kunstmaler und Grafiker absolvierte ich in der Zeit von 1972 bis 1978 beim norddeutschen Maler Hermann Schepler, der damals in Techentin bei Ludwigslust wohnte“, erzählt der Künstler. „Ich habe in Ludwigslust gewohnt, in dieser Zeit auch verschiedene Lehrgänge mitgemacht, so zum Beispiel in Severin, wo Berufskünstler ihre Erfahrungen weitergaben und unterrichteten“, ergänzt Günther Manthey. Von 1979 bis 1984 nahm er an einem Aktstudium in der Künstlergruppe um den Kunstmaler Gerhard Reinisch teil, von 1973 bis 1988 beteiligte sich Günther Manthey mit eigenen Arbeiten an verschiedenen Ausstellungen.

Im Jahre 1983 heiratete Günther Manthey, ein Jahr später wollte er dann in den anderen Teil Deutschlands übersiedeln - ein Wunsch, der aber erst vier Jahre später in Erfüllung ging. Im Juni 1988 zog er von Ludwigslust ins Weserbergland um. Seine Tochter wohnt in Bremen, und wenn Günther Manthey sie besucht, nutzt er oft Spaziergänge im Bürgerpark, wo auch einige seiner Arbeiten entstanden. In den Jahren von 1988 bis 1999 präsentierte er eigene Ausstellungen in verschiedenen Städten in Deutschland sowie bei Dorf- und Straßenfesten. Auch in Polen und England konnten Kunstfreunde seine Arbeiten in Augenschein nehmen.

Aber Günther Manthey kommt immer wieder gern in unsere Region zurück. Zum Lindenfest im Juni in Ludwigslust wird er Werke bei der Orthopädietechnikfirma Warmbier ausstellen. Und wenn heute die Reederei Laeisz in Grabow ihre Zweigniederlassung eröffnet, dann möchte er sich als Kunstfreund in nächster Zeit auch einmal die dort ausgestellte Bildersammlung anschauen.

Seit mehr als 40 Jahren hat sich Günther Manthey nun der Malerei verschrieben. „Obwohl ich erst einmal den Beruf eines Tapezierers und Lackierers erlernte, denn man weiß ja nicht, wie lange es mit der Kunst gut geht und ob man davon auch leben kann“, fügte Günther Manthey schmunzelnd hinzu. Nach drei Jahren Lehre, eineinhalb Jahren Armeezeit in Rostock und nach einem positiven Gespräch seiner Eltern mit seinem späteren Lehrer und Mentor Hermann Schepler begann die künstlerische Laufbahn des Günther Manthey. Und er kann von der Malerei auch leben. „Wenn man halt nicht allzu hohe Ansprüche stellt“, lächelte er.

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