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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 02:14 Uhr

Ludwigslust : Von Frau zu Frau diskutiert

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stammtisch des Vereins SELVnet erstmals in der Ludwigsluster Region / Besuch in der Sanddornmanufaktur

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 15:29 Uhr

Im Spätherbst hat Christine Gabler eigentlich wenig Zeit. Um für die Advents- und Weihnachtsmärkte gerüstet zu sein, muss sie jetzt viele Kerzen gießen. Am Mittwochabend hat sich die Groß-Laascherin, die vor knapp sechs Jahren mit ihrer Web- und Kerzenscheune noch einmal durchgestartet war, aber die Zeit genommen, um beim Frauen-Stammtisch in der Sanddornmanufaktur Ludwigslust dabei sein zu können. Der Verein SELVnet e.V., der solche Treffen für Unternehmerinnen in der Region Parchim seit Längerem organisiert, will dieses Angebot auf den Großkreis ausdehnen.

„In dieser Runde hört man mal, was andere Unternehmerinnen in der Region machen, und kann Kontakte knüpfen“, sagt Christine Gabler, die auch schon bei den Parchimer Stammtischrunden dabei war. Auf diesem Wege war auch der Kontakt zu einem Hofladen zustande gekommen, der die Groß-Laascher Kerzen gern in sein Sortiment aufnehmen würde. „Ich finde es wichtig, sich mit anderen Unternehmerinnen auszutauschen, weil man sonst nur zwischen Wohnung, Werkstatt und Märkten pendelt und ansonsten im eigenen Saft schmort.“ Manche Erzählungen, die man am Stammtisch hört, würden das eine oder andere eigene Problem relativieren, so Gabler.

Mehr als 30 Frauen hatten sich an der langen Tafel im Sanddorn-Café eingefunden – von der Maßschneiderin und der Inhaberin einer Textilreinigung, über die freie Handelsvertreterin und die Rechtsanwältin bis hin zu Töpferin und Klangtherapeutin. „Frauen müssen sich auch vernetzen, und diese Stammtische bieten eine gute Plattform dafür“, betonte Heidrun Dräger, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Aber nicht nur die. Über den Verein SELVnet e.V. und dessen Homepage können die Unternehmerinnen auch Informationen weitergeben und austauschen. „Unsere Mitglieder und Fördermitglieder können unseren Verteiler nutzen“, erklärte Vorstandsmitglied Dolores Frehse, Handelsvertreterin für Spielplatzgeräte.

Zu Beginn hatte Silvia Hinrichs ihre Unternehmen vorgestellt. Als Vorstandsvorsitzende der Produktivgenossenschaft „Storchennest“ und Geschäftsführerin der Sanddorn Storchennest GmbH trägt sie Verantwortung für insgesamt 37 Beschäftigte. „Wir sind Deutschlands größter Öko-Sanddornanbauer und wollen das auch bleiben“, so Silvia Hinrichs.

Nach zwei Jahren mit eher mäßigen Erträgen konnten in diesem Jahr wieder rund 80 Tonnen Beeren von den Sträuchern geholt werden. Rund die Hälfte seiner Ernte lässt der Ludwigsluster Betrieb zu eigenen Produkten – Säften und Aufstrichen – verarbeiten. Der Rest wird als Beeren vermarktet. „Sanddorn ist die einzige Obstsorte, die Vitamin B 12 enthält, und er unterstützt die Regeneration der Haut“, brachte Silvia Hinrichs die Vorzüge der „Zitrone des Nordens“ auf den Punkt.

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