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Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 16:16 Uhr

Grabow : Von der Wabenwand zur Sitzfläche

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sozialministerin Birgit Hesse zeigte sich begeistert von Ausstellung zum Thema Inklusion an Grundschule „Eldekinder“ in Grabow

svz.de von
erstellt am 02.Mär.2017 | 07:00 Uhr

Sitzfenster in den Fluren, ein Lehrerpult mitten im Klassenzimmer, das Atrium wird zum Indoorspielraum, wabenförmige Gestaltungselemente, die aus der Wand gezogen zu Sitzgelegenheiten für die Kinder werden – die Bildungsministerin unseres Landes, Birgit Hesse, zeigte sich gestern beim Rundgang durch die Ausstellung im Reuterhaus in Grabow begeistert. Acht Studenten des Master-Studiengangs Innenarchitektur der Hochschule Wismar haben hier unter dem Titel „Auf den Kopf gestellt“ ihre im letzten Semester entwickelten Entwürfe zur Inklusion und typologischen Neustrukturierung der Grabower Grundschule präsentiert.

Lisza Döhring und Linda Haupt erläuterten gestern im Fritz-Reuter-Haus ihre Gestaltungsmodelle, unterstützt wurden die beiden Master-Studentinnen von den Projektbetreuern Professor Oliver Hantke und Professorin Annette Leyener. „Die Studenten sollten sich dem Thema Inklusion am Beispiel der Grundschule Grabow aus ihrem eigenen Blickwinkel nähern. Dabei ging es auch darum, den Staub der Betriebsblindheit wegzuwischen, mit dem Auftrag für die Studenten: Schaut euch die Schule an, was kann man aus dem Gebäude machen. Und so haben sie in ihren Entwürfen nicht nur einen Klassenraum, sondern gleich die ganze Schule auf den Kopf gestellt“, sagte Oliver Hantke. Beim Thema Inklusion an Schulen geht es sowohl um neue Unterrichtsstrukturen, als auch um mitwachsende Möbelstücke, Lernecken, Rückzugsmöglichkeiten und variable Möblierungskonzepte. „Das Lehrerpult mitten im Raum, eine interessante Variante“, schmunzelt Birgit Hesse, die der Einladung von Bürgermeister Stefan Sternberg zum Besuch der Ausstellung gern gefolgt war. „Für die Kinder ist ja der Wechsel von der Kita zur Schule schon spannend, und dann müssen sie sich auch noch an die neuen Räumlichkeiten gewöhnen. Die Entwürfe der Studenten sind sehr ansprechend, die viel Raum lassen für Individualität“, lobt Birgit Hesse. Das Land Mecklenburg-Vorpommern befinde sich derzeit in der Umsetzungsphase der Inklusionsstrategie, sagte die Bildungsministerin. „Rund 10 Millionen Euro stellt das Land für Schulumbauten im Rahmen der Inklusion zur Verfügung. Sie sind da schon sehr fortschrittlich, was die Beschäftigung mit diesen Thema angeht“, sagte Birgit Hesse an Andrea Fuhrmann gewandt. Die Leiterin der Grundschule „Eldekinder“ in Grabow hatte dieses Projekt angeregt und in den Studenten des Studiengangs Innenarchitektur in Wismar die richtigen Partner gefunden. „Wir wollen exemplarisch einen Klassenraum nach den Entwürfen gestalten“, informierte Andrea Fuhrmann. Bürgermeister Stefan Sternberg sagte im Namen der Stadt als Schulträger finanzielle Hilfe zu. Bildungsministerin Hesse sieht das Vorhaben ebenfalls positiv und will sich für die Umsetzung dieses Vorhabens als mögliches Modellprojekt für MV engagieren. „Das ist spannend, das machen wir“, sagt die Ministerin. Schulleiterin Andrea Fuhrmann hat es mit großer Freude vernommen.

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