zur Navigation springen

Ludwigslust : Von A wie Arbeit bis Z wie Zweckverbände

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

62. Bürgersprechstunde von Ministerpräsident Erwin Sellering führte gestern nach Ludwigslust

Die 62. Bürgersprechstunde von Ministerpräsident Erwin Sellering, die ihn gestern nach Ludwigslust führte, dauerte knapp drei Stunden. „Super-Timing!“ freute sich eine Mitarbeiterin, weil der Chef noch einen Anschlusstermin hatte. Sellering selbst dachte kurz laut darüber nach, ob die Anzahl der Gesprächsbedürftigen etwas bedeute. Die ist nämlich ganz unterschiedlich. In Ludwigslust führte der Ministerpräsident gestern neun Gespräche. Die längste Bürgersprechstunde mit 30 Gesprächen fand einmal in Parchim statt. Weil Erwin Sellering sich für jeden Zeit nehmen will, dauerte die bis 23.30 Uhr. In Schwerin und Bad Doberan mussten schon mal zwei Tage angesetzt werden. Auch zwei Online-Sprechstunden hat es gegeben. An den entferntesten Ort erinnern sich die Schweriner gern. Altwarp am Stettiner Haff im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist der nordöstlichste Landpunkt Deutschlands. Die Aufnahme dort sei sehr herzlich gewesen, schwärmen Mitarbeiter der Staatskanzlei.

Insgesamt haben sich bisher 1500 Menschen in rund 1000 Gesprächen an den Landesvater mit ihren Sorgen und Problemen gewandt. Meist sind es ältere Menschen, aber nicht nur. Sogar Eltern mit Kind kommen in die Sprechstunde, weil der Nachwuchs den Ministerpräsidenten kennen lernen möchte. Kein Problem für Erwin Sellering, wie er selbst bekennt. Die Palette der Anliegen reicht von A wie Arbeit bis Z wie Zweckverbände. Das hat sich im Laufe der Jahre nicht geändert.

Doch manches zieht sich eine Zeitlang durch. „Eine Weile hatten die Menschen die Verkehrsbelastung durch Lkw aus Polen als Thema“, erinnert sich Erwin Sellering. Was ihm in Ludwigslust wieder aufgefallen sei, sei die Freundlichkeit, mit der die Menschen sich und ihm begegneten, wo sie doch eigentlich nicht selten Beschwerden vorzubringen hätten. Das sei eine Tendenz, die er im gesamten Land bemerke und die ihn zuversichtlich stimme, MV sei auf einem guten Weg.

Eines der Probleme, die gestern in Ludwigslust an ihn herangetragen wurden, war das Thema Rente. Ein großes Thema für ihn, wie der Ministerpräsident bekennt und er werde für die Angleichung Ost-West kämpfen. Dies bis 2019 zu bewerkstelligen, sei klargestellt, aber es sei auch klar, dass dies nicht so einfach zu stemmen sei. Deshalb werde geprüft, ob 2016 ein Zwischenschritt gemacht werden müsse. „Ich bin froh, dass die ostdeutschen Länder an einem Strang ziehen, aber wir brauchen alle für dieses anspruchsvolle Vorhaben“, so Erwin Sellering nach seiner Sprechstunde im Ludwigsluster Rathaus. Auch zwei Bürger waren bei ihm, die täglich nach Hamburg pendeln. Sie bewegt, dass die Bahn mit dem Frühjahrsfahrplan die Abfahrtszeiten ändern will. Sellering: „Ich werde sehen, was ich machen kann. Schließlich sind wir Metropolregion, und der Hamburger Erste Bürgermeister Olaf Scholz sagt mir immer, dass hier gut ausgebildete Leute wohnen, die wir ihm alle schicken können“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen