Grabow : Vom Wachsmodell zur Kleinplastik

Bernd Streiter arbeitet an einem Wachsmodell der beiden Figuren Floerke und Reuter.
Bernd Streiter arbeitet an einem Wachsmodell der beiden Figuren Floerke und Reuter.

Bernd Streiter aus Mödlich arbeitet derzeit an einer Skulptur von Floerke und Reuter/ Erstlingswerk für Grabower Projekt „Kunst im Raum“

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19. Januar 2016, 12:38 Uhr

Bürgermeister Dr. Franz Floerke trifft seinen alten Schulfreund Fritz Reuter. Sie kommen ins Plaudern beim gemütlichen Beisammensein im Ratskeller - und beide Persönlichkeiten sollen schon bald als Skulptur einen würdigen Platz in der Grabower Innenstadt bekommen. Eine entsprechende Szene dieser Begegung hat Bernd Streiter in einer Zeichnung als Entwurf für eine Bronzeskulptur festgehalten. Das fertige Kunstwerk, das der brandenburgische Künstler aus Mödlich erschafft, soll das Erstlingswerk und Auftakt zu einem interessanten Vorhaben in der Reihe „Kunst im Raum“ in Grabow sein.

„Das ist das erste Projekt, was wir hier realisieren wollen“, so Bürgermeister Stefan Sternberg gegenüber SVZ. „Im März dieses Jahres soll die Skulptur fertig sein und zwischen Kirche, Gemeindehaus und alter Sparkasse ihren Platz bekommen.“


Begonnen hat alles mit Guste Trahn


Angefangen hat das Projekt „Kunst im Raum“ eigentlich mit Guste Trahn. Sie war ein Original und eine Bereicherung im Grabower Alltag. Sie hatte, wie man heute sagen würde, eine Marktlücke entdeckt, indem sie in Grabows Straßen die Pferdeäpfel auffegte und daraus ein gut florierendes Geschäft machte.

Auch von dieser Persönlichkeit soll eine Plastik entstehen, Und ursprünglich sollte die Figur von Guste Trahn als erste im Stadtbild von Grabow Einheimische und Besucher der bunten Stadt an der Elde mit besonderen Aspekten der Stadtgeschichte bekannt machen. „Allerdings sollte die Skulptur auf dem Kirchplatz stehen und das würde aber nicht ihrem Wirkungskreis entsprechen, der ja mehr im Umkreis des Pferdemarktes lag“, so der Bürgermeister. „Deshalb haben wir uns als Stadt entschlossen, die Bronzeskulptur von Floerke und Reuter zuerst aufzustellen.“

Auch das Gipsmodell von Guste Trahn hat Bernd Streiter gefertigt, er schuf u.a. auch die Bronzeskulptur der Bertha Klingberg in Schwerin und den Fiek’n-Brunnen in Hagenow. „So etwas ähnliches haben wir auch für unsere Stadt überlegt, wollen an markanten Stellen bedeutende Grabower Persönlichkeiten ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.“ Deshalb hat sich die Stadt mit dem Sanierungsträger, der GOS, überlegt, Reliefs im Stadtsanierungsgebiet aufzustellen. „Damit wollen wir unseren Besuchern und Touristen an drei bis fünf Stellen einige interessante Aspekte der Stadtgeschichte nahe bringen, ohne dass sie gleich eine ganze Führung machen müssen“, erläutert Bürgermeister Stefan Sternberg die Grundidee dieses Vorhabens.

„Bei diesem Projekt gibt es einen engen Schulterschluss mit dem Stadtsanierer und natürlich der Stadt selbst“, sagte Bernd Streiter, der das Projekt auf einem sehr guten Weg sieht. „Die Skulptur mit Floerke und Reuter ist knapp 70 Zentimeter hoch und wird dann auf einem Granitsockel stehen“, ergänzt der Künstler. „Die Einzelteile sind alle gegossen, es war alles erfolgreich“, so Bernd Streiter, der wieder einmal mit der Arbeit des erfahrenen Bildgießers Klaus Cenkier, der schon mehrfach Aufträge ausführte, sehr zufrieden war. Der Gießer schaut jetzt noch mal drüber, an der Skulptur werden letzte Feinheiten ausgeführt, ehe dann in dieser Woche die Montage der Figuren und des Bodens erfolgt. Und bald werden das fertige Werk auch die Grabower und ihre Gäste bestaunen können.

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