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Ludwigslust/Herzfeld : Vom Klassenzimmer in die Natur

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mädchen und Jungen der Klasse 9 a der Pestalozzi-Schule Ludwigslust beim Waldarbeitstag im Revier Herzfeld aktiv

von
erstellt am 25.Okt.2017 | 19:00 Uhr

Aus dem Klassenzimmer ging es für die Mädchen und Jungen der Pestalozzi-Förderschule Ludwigslust direkt hinaus in die Natur – das Projekt Waldarbeitstage stellte die Schüler vor zahlreiche anspruchsvolle Aufgaben. „Die jungen Leute haben Linden gepflanzt, Totholzhecken gebaut und Steinhaufen errichtet. Wenn dann die Sonne drauf scheint, und die Steine sich erwärmen, ist das ein willkommenes Quartier für Kleinlebewesen wie z.B. Eidechsen, Käfer und Mäuse“, sagte Revierförster und Waldpädagoge Jörg Röhr, der die Mädchen und Jungen in seinem Revier Herzfeld, das zum Forstamt Karbow gehört, bei diesem Projekt betreut.

Bei den fleißigen Helfern handelte es sich um Mädchen und Jungen aus der Klasse 9a der Pestalozzi-Schule. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Jacqueline Röhr und Schulsozialarbeiterin Angelika Ebert waren sie mit Feuereifer bei der Arbeit in der freien Natur. „Die gepflanzten jungen Bäume wurden für die Bauern gekennzeichnet, für die Totholzhecke haben die Schüler durch den Sturm umgestürzte Baumkronen gesägt, aufgeladen, transportiert und zur Hecke aufgestapelt sowie Pfähle gespalten und eingebuddelt“, sagte Jacqueline Röhr. Der Bau mehrerer Totholzhecken dient als natürliche Verbindung zwischen Wald und Wiese. Die Gemeinde Herzfeld hat für die Pflanzaktion die Bäume gesponsert, nun hofft die Klassenlehrerin, auch noch weitere Förderung für diese wichtige umweltbildende Maßnahme zu bekommen. „Das Projekt Waldarbeitstage und Bachgestaltung ist eine Kooperation zwischen der Landesforst MV, der Gemeinde Herzfeld, der Schulsozialarbeit und der Förderschule Ludwigslust“, ergänzt Jacqueline Röhr. „Solche Projekte sind wichtig, die Schüler können Natur direkt erleben im Zusammenhang von Umweltschutz und theoretischer Wissensvermittlung. Bei uns in der Schule haben wir das Thema fächerübergreifend bearbeitet, über AWT, Naturkunde, Weltkunde und Deutsch miteinander verbunden, so dass die Kinder aus der Praxis heraus viel Wissen mitnehmen und es vor allem direkt erlebt haben.“

Seit gut 17 Jahren Waldpädagoge

Im Revier Herzfeld konnte Jörg Röhr in den vergangenen Jahren schon viele Schulklassen begrüßen. „Seit gut 17 Jahren betreue ich als Waldpädagoge schon solche Umweltprojekte. Und es kommen auch immer wieder gern Schüler aus Ludwigslust, Grabow und Neustadt-Glewe zu uns“, freut sich Jörg Röhr, dass das Angebot in der Region so gut angenommen wird.

„Hertesfelde“ hieß Herzfeld früher. Dieser alte Begriff steht für „wo der Hirsch im Felde steht“. In Erinnerung an diesen alten Namen ist in den Wäldern bei Herzfeld ein Lehrpfad mit dem Namen „Hirschfeld“ entstanden. Ein Projekt, das in Zusammenarbeit von Forst und Suchtberatungsstelle Parchim Gestalt angenommen hat. Die Kinder können auf dem Lehrpfad mit verschiedensten Stationen, die jeweils mit Forstleuten und Lehrern besetzt werden, einen Parcours absolvieren. Es geht darum, die Sinne im Wald zu erleben: Riechen, Hören, Fühlen.

Mehrfach hat dieses Angebot auch schon die Förderschule Ludwigslust in Anspruch genommen und es macht Schülern wie Lehrern jedes Mal aufs Neue wieder viel Spaß. Weitere Ausflüge nach Herzfeld haben die Ludwigsluster Förderschüler auch in den nächsten Jahren sicher eingeplant.

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