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Neustadt-Glewe : Vom „Jet“ bis zum Segler alles dabei

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Modellflugclub Neustadt-Glewe e. V. veranstaltet derzeit „Fliegerfreizeit“ auf Flugplatz. Interessenten noch bis Sonnabend willkommen

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erstellt am 02.Aug.2017 | 21:00 Uhr

„Hier Modellflugclub, wir beginnen mit dem Flugbetrieb!“ Kurz nach der Funkdurchsage von Olaf Beckmann gestern kurz nach 10 Uhr antwortet aus dem rund 400 Meter entfernten Tower Stefan Kotsch: „Verstanden, viel Erfolg.“ Ersterer gehört dem Modellflugclub Neustadt-Glewe e. V. an, sein „Partner“ am Funk ist Geschäftsführer des Luftsportvereins Neustadt-Glewe und Flugleiter.

Die Neustädter Flugmodellsportler haben in dieser Woche zur „Fliegerfreizeit“ eingeladen. Schatzmeister Peter Berkefeld: „Man lernt sich näher kennen, tauscht Erfahrungen aus und fliegt natürlich viel.“ Wie auch in den Jahren zuvor sind wieder Gäste nach Neustadt-Glewe gekommen: Vom dänischen Midtjysk Model Flyveklub Herning aus Jütland und vom Luftsportverein Grenzland am Niederrhein.

Indes prüft Flemming Vestrup seine Piper mit Hilfe der Fernbedienung. Er schiebt einen Hebel vor, so dass der Motor die Drehzahl erhöht. Per weiterer Hebel prüft der Däne u.a., ob Höhen- und Querruder funktionieren. Ein Funktionsfehler könnte beim Start oder in der Luft fatale Folgen haben. Doch alles ist in Ordnung und Vestrup lässt sein Modell zur Startbahn rollen. Hier dreht er den Flieger in den Wind und startet.

Im Camp der Modellsportler am Rande des Flugplatzes ist es ansonsten an diesem Morgen noch relativ ruhig. Manche sitzen noch beim Kaffee vor ihren Wohnwagen, andere basteln ein wenig an ihren Modellen. Die dänischen Freunde bereiten sich auf einen Ausflug zum Schweriner Zoo vor. „Es gibt viel zu sehen hier und in der Umgebung“, sagt Flemming Vestrup in gutem Deutsch. Die Kontakte zwischen den Neustädter und den dänischen Modellsportlern werden durch gegenseitige Besuche stets ausgebaut. Und auch die Freunde vom Niederrhein sind von der Atmosphäre auf dem Neustädter Flugplatz begeistert. „Auf dem Platz harmonieren so viele Luftsportarten miteinander“, sagt Heinz-Bernd Hogardt vom LSV Grenzland. „Vom Gleitschirmfliegen zum Beispiel über Segelflug bis zum Fallschirmspringen und natürlich dem ,normalen’ Flugbetrieb. Das gibt es anderswo nämlich eher nicht so.“

Für den Laien ungewöhnlich und dafür umso interessanter sind die vielen Flieger. „Wir haben hier Modelle mit elektrischem Antrieb, mit Verbrennern und auch mit Turbinenantrieb“, erläutert der Neustädter Peter Berkefeld. Und dann ist da noch ein ganz besonderer Flieger: KA 7. Der 1966 gebaute Segler ist kein Modell im eigentlichen Sinne, sondern ein „großes“ Flugzeug, das zwei Piloten Platz bietet. Die Freunde vom Aeroclub Phoenix Brüggen, der zum LSV Grenzland gehört, haben es auf einem Anhänger mitgebracht. „Wir fliegen damit natürlich hier auch“, sagen Mark Ohligs und Richard Wetzels vom Aeroclub.

Die Modellflugsportler übrigens sind noch bis Sonnabend auf dem Flugplatz. „Wer möchte, kann gerne hierher kommen, uns beim Fliegen zuschauen und die Modelle in Augenschein nehmen. Wer eine entsprechende Versicherung hat, kann vielleicht auch selbst unter Anleitung ein Modell fliegen“, sagt Peter Berkefeld. Geflogen werde bei entsprechendem Wetter immer bis Sonnenuntergang.

Jugendwart Olaf Beckmann und seine Mitstreiter würden sich besonders über junge Interessenten freuen. Wie es auch Flemming Vestrup ausdrückt: „Für uns ist es wichtig, dass wir auch junge Leute mitbringen. Das Hobby muss ja weiter gehen.“

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