zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 20:43 Uhr

Ludwigslust : Vom Hobby zur Geschäftsidee

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Raimo Reincke ist Mitgesellschafter der neuen Bierbrauerei in Ludwigslust, die bald in die Orangerie in Ludwigslust einzieht

Aus einer nächtlichen Ideenspielerei mit Tennisfreunden wurde Ernst. Zusammen mit zwei anderen Gesellschaftern aus der Umgebung startet der Hobbybraumeister Raimo Reincke das Projekt „1. Ludwigsluster Bier“ in der Orangerie. Der zweifache Familienvater befürwortet Regionalität auf dem Markt und kennt die Angebote in der Region sehr gut. Sogar von dem selbstgemachten Bauernhofeis in Holthusen, dem Heimatort von SVZ-Mitarbeiterin Nele Assmann, hat er schon gehört. Den 46-Jährigen gebürtigen Ludwigsluster hat es trotz der vielen Reisen immer wieder in seine Heimat zurückgezogen. Heute wohnt er mit seiner Familie in Groß Laasch. Sein besonderes Hobby, Bier zu brauen, dem er seit acht Jahren nachgeht, macht er nun bald zum Beruf. Nele Assmann stellte ihm die 20 Sonnabend-Fragen.

Wie lautet Ihr Lebensmotto? Raimo Reincke: „Denke nicht so oft an das was dir fehlt, sondern an das, was du hast“ von Marc Aurel. Man sollte im Leben glücklich sein und mindestens zehnmal am Tag lachen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Ich bin gerne am Wasser, zu Hause bei uns am Teich oder in Neustadt-Glewe am See. Da kann ich neue Ideen sammeln und Kraft tanken.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit 14 Jahren im Betonwerk in der Eisenbiegerei. Da sind mir immer die Schweißperlen in die Schuhe geflogen und ich bin rumgehüpft als wäre ich beschwipst.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Reisen und ein Moped. Ich hatte eine sahara-braune S51 B.

Wo findet man Sie am ehesten?
Momentan in der Brauerei, damit die Manufaktur bald läuft. Im Sommer oft bei Theaterprojekten in Groß Laasch. Wir führen ein Sommertheaterstück mit Bezug zu Grimms Märchen auf und üben auch schon für das Krippenspiel zu Weihnachten. Sonst bin ich auch öfter auf dem Tennisplatz zu finden.

Was stört Sie an anderen? Wenn jemand pedantisch ist und alles zu genau nimmt. So etwas hindert mich in meiner Freiheit und Kreativität. Auch Ungeduld finde ich störend.

Welche Musik hören Sie am liebsten?
Deutsche Rockmusik wie die von Udo Lindenberg, den Toten Hosen und den Ärzten, aber auch gerne neue Sachen wie von Andreas Bourani und Philipp Poisel.

Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Wenn ich mein persönliches Glück ausleben kann und die Welt und mein familiäres Umfeld um mich herum friedlich ist.

Sind sie ein Kopf- oder eher Bauchmensch?
Zu 80 Prozent ein Bauchmensch. Der Bauch liegt viel dichter am Herzen als der Kopf und wenn man etwas von Herzen macht, wird man nicht von Außen beeinflusst und denkt nicht zu viel nach.

Wonach suchen Sie im Leben?
Nach Entfaltungsmöglichkeiten, neuen Inspirationen und in gewisser Weise auch nach Anerkennung. Man bekommt immer gerne ein Feedback von Anderen.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Käse, Bier, Oliven und eine gute italienische Salami.

Welchen Wunsch wollen Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte gerne nach Südostasien reisen. Ich war vor Jahren schon mal in Malaysia und so beeindruckt, dass ich unbedingt noch einmal dort hin muss. Außerdem würde ich mir gerne irgendwann ein Boot kaufen, um auf der Ostsee oder den Gewässern in MV umher zu schippern.

Wen würden Sie gerne mal auf eine Tasse Kaffee treffen?
Barack Obama. Ich finde ihn total faszinierend und warmherzig und bin beeindruckt, was er als Präsident alles geschafft hat. Er kann, denke ich, auch jetzt noch viel bewegen.

Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
Kreativ.

Wo ist für Sie Heimat?
In Ludwigslust und da wo meine Liebsten sind. Ich könnte auch in Bayern leben, wenn sie dort sind.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Als Kind war ich mit meinen Eltern oft in Neustadt-Glewe in einem Bungalow nahe des Sees. Nach der Wende bin ich mit vier Freunden nach Ungarn gereist. Wir brauchten 24 Stunden mit dem Trabant bis zum Balaton.

Wenn Sie kochen oder Essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Die Italienische. Ich esse sehr gerne Fisch, Antipasti und die landestypischen Desserts. Wenn ich in einer neuen Stadt bin, frage ich zuerst nach einem guten Italiener.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Meine Familie und 30 richtig schöne Sommertage mit über 25 Grad.

Worauf könnten Sie verzichten?
Staus, die machen mich ungeduldig, und auf manche komplizierte und umfangreiche Prozesse mit Behörden, die oft viel Zeit beanspruchen.

Welches Wort ist für Sie das Schönste?
Glück.

Was bedeutet Ihnen die Liebe?
Sie ist oftmals der Motor, um zu agieren. Man muss sich selbst lieben, um lieben zu können und sie trägt zu einem psychisch und physisch gesunden Menschen bei.

Was war bisher Ihr schönstes Geschenk?
Vor kurzem hat mir meine Frau Karten für eine Veranstaltung der Festspiele MV geschenkt. Das machen wir zwar öfter, aber es ist das Schönste in kürzerer Vergangenheit.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Den Kriminalroman „Der Auftrag“ von dem skandinavischen Autor Jo Nesbø.

Wem sollten wir ebenfalls diese Fragen stellen?
Ingrid Herrmann, Regionalmanagerin des Leader-Projekts Süd-West-Mecklenburg.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen