Dömitz : Vom Elbetal bis ins Jordanland

Helmut Eggers vor dem Publikum des Storchenvortrages
Helmut Eggers vor dem Publikum des Storchenvortrages

Helmut Eggers referierte zu „Storchenzugbeobachtungen in Israel“ / Aktuelle Situation von Meister Adebar im Landkreis dargelegt

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22. Februar 2014, 07:00 Uhr

Verglichen mit den riesigen Schwärmen von Weißstörchen, die der Storchenbeauftragte Helmut Eggers bei seinen Reisen ins israelitische Jordantal beobachten konnte, waren die 45 Besucher des Lichtbildervortrages nur ein „kleiner Trupp“.

Für die Vortragspremiere im neuen Infozentrum des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe MV auf der Festung Dömitz dagegen war es jedoch ein „sehr guter Einstand“ fanden Dirk Foitlänger vom Amt für das Biosphärenreservat und die drei Ausstellungsbetreuer Andrea Böse, Harald Strempel und Hartmut Brun. „Viel mehr passen auch gar nicht in den Vortragsraum!“

Der Lübtheener Storchenvater spannte in seinem Vortrag einen interessanten Themenbogen: Beginnend mit den Anfängen der Storchenberingung vor über 40 Jahren, über die aktuellen Bestandszahlen der Weißstörche im Altkreis Ludwigslust hin zu dem Nahrungsproblem durch die zunehmende „Vermaisung“ der Landschaft. „Sind die Felder und Wiesen in Ordnung, geht es auch dem Storchenbestand gut - auf Mais- oder Rapsäckern findet er keine Nahrung“.

Der zweite Teil des gut eineinhalbstündigen Vortrages zeigte den beginnenden Storchenzug im Elbetal über die osteuropäische Zugroute nach Israel ins landwirtschaftlich intensiv bewirtschaftete Jordantal. Dort finden sich jedes Jahr riesige Schwärme von bis zu ca. 20 000 Störchen und mehr ein, um am Rande der Teichanlagen Wasser zu trinken und um auf ihrem weiteren Zugweg bis nach Afrika zu übernachten. Die beeindruckenden Segelflieger sind nämlich auf die Thermik angewiesen, die es ihnen nur am Tage ermöglicht, mehrere 100 Kilometer zu überbrücken. Abgesehen von den für Ornithologen idealen Beobachtungsmöglichkeiten - nicht nur für Weißstörche - hat Helmut Eggers Israel seit Jahren als ein überaus gastfreundliches Land kennen und schätzen gelernt.

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