Tripkau : Vollsperrung beginnt morgen

Kleine Ursache, große Wirkung: Die Vollsperrung zieht zum Teil sehr lange Umleitungen nach sich, vor allem für den Schwerverkehr.
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Kleine Ursache, große Wirkung: Die Vollsperrung zieht zum Teil sehr lange Umleitungen nach sich, vor allem für den Schwerverkehr.

Massive Umbaumaßnahmen zwischen Tripkau und Pinnau führen zu langen Umleitungsstrecken bis voraussichtlich Ende September

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30. Juli 2014, 07:00 Uhr

Angekündigt war das Projekt schon einige Zeit, jetzt wird es im Spätsommer durchgezogen. Die kurvenreiche B 195 wird ab morgen ihre gefährlichste Stelle verlieren, die berüchtigte Doppel-S-Kurve hinter Tripkau wird begradigt und umgebaut. Ohne Vollsperrung der Bundesstraße 195 zwischen Tripkau und Pinnau geht das nicht. Diese Sperrung soll vom 31. Juli bis voraussichtlich 30. September andauern. In der Folge müssen Auto- und Motorradfahrer mit erheblichen Umwegen rechnen. Das bestätigte auch die zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg und begründet den Umbau: „Der betroffene, sehr kurvige Streckenabschnitt, ist seit Jahren durch seine schweren Motorradunfälle immer wieder auffällig. Diese Situation kann dauerhaft nur durch die Anpassung der Linienführung, Begradigung des Streckenverlaufes, verbessert und die Verkehrssicherheit dadurch nachhaltig erhöht werden. Zur Umsetzung dieses Ziels sind in diesem Streckenabschnitt drei Kurvenabflachungen vorgesehen. Im Zuge der hierfür notwendigen Bauarbeiten wird an der Nordseite der Bundesstraße 195 ebenfalls ein neuer Radweg hergestellt“, schreibt die Behörde dazu. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,41 Millionen Euro.

Der Schwerverkehr auf der Bundesstraße muss ab Kaarßen den sehr holprigen und engen Umweg über Laave, Jessenitz, Vielank bis Heidhof und dann nach Dömitz nehmen. Vor allem an der Landesgrenze zu Mecklenburg wird es schwierig, weil dort die Straße so schlecht ist, dass die dort angezeigte Begrenzung auf 50 km/h im Sinne der eigenen Sicherheit eingehalten werden sollte. Die leichteren Fahrzeuge haben kürzere Umwege: Sie können sich zum einen für die sehr schöne aber extrem kurvenreiche Strecke direkt an Elbe über Bitter nach Bohnenburg entscheiden. Oder die Nordumfahrung über Laave und dann nach Tripkau. In jedem Fall müssen die Anwohner in den betroffenen Orten mit einer deutliche Zunahme des Durchgangsverkehrs rechnen. Die Autofahrer müssen spürbare Zeitverluste einkalkulieren.

Der Umbau der B 195 wird in Mecklenburg die Forderung nach der weiteren Sanierung der Landesstraße 6, die jetzt als Umleitungsstrecke genutzt wird, verstärken. Es fehlen noch der vom Land MV eigentlich versprochene Radweg ab Jessenitz sowie die Ortsdurchfahrten Volzrade und Jessenitz.





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