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Ludwigsluster Tageblatt

15. Dezember 2017 | 20:34 Uhr

muchow : Voller Tatendrang ins neue Amt gestartet

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bürgermeister Hans-Jürgen Stier will Schuppen hinter Wohnblock beräumen / Großes Ziel: Wabeler Straße

Große Sprünge kann sich die Gemeinde Muchow in diesem Jahr nicht mehr leisten. Genau genommen auch keine kleinen. Durch zwei Investitionsvorhaben und eine Notreparatur sind die finanziellen Möglichkeiten ausgeschöpft. „Ich hoffe, dass keine außerplanmäßigen Ausgaben mehr kommen und die Haushaltssituation im nächsten Jahr dann wieder besser aussieht“, sagt Hans-Jürgen Stier, der neue Muchower Bürgermeister.

Ein Investitionsvorhaben ist am vergangenen Wochenende vollendet worden und steht nun kurz vor der offiziellen Einweihung. Hinter dem Dorfgemeinschaftshaus ist ein naturnaher Spielplatz entstanden. Auf Initiative von Tagesmüttern aus dem Ort und des jetzigen 2. Stellvertreters des Bürgermeisters sei die neue Anlage entstanden, so Hans-Jürgen Stier. Die Gemeinde habe 5000 Euro zur Verfügung gestellt, einige Muchower haben die Arbeit gemacht. Entstanden ist eine kleine Hügellandschaft mit Rutsche, Tunnel, Karussell und Balancierbalken. „Mit wenigen finanziellen Mitteln und viel Eigeninitiative ist hier etwas geschaffen worden“, so der Bürgermeister. Damit haben die Muchower Kinder endlich wieder einen Spielplatz im Dorf. Am Sonnabend können sie ihn offiziell in Besitz nehmen.

Weitere rund 23 000 Euro sind in diesem Jahr in die Reparatur der Rosenstraße geflossen. Sie hat eine neue Asphaltdecke bekommen, ohne dass die Anlieger finanziell belastet wurden. Die zuvor vorhandene Fahrbahn – ebenfalls aus Asphalt – hatte sich im Laufe der Jahre quasi aufgelöst. Für Restarbeiten werden jetzt noch weitere rund 3000 Euro ausgegeben. Als dann auch noch der Heizkessel im Wohnblock ersetzt werden musste, war der gemeindliche Haushalt für dieses Jahr ausgeschöpft.

Trotz der knappen Kasse geht Hans-Jürgen Stier nicht ohne Visionen und Pläne in seine Amtszeit. So möchte er den in Richtung Neustadt-Glewe führenden Wabeler Weg – eine Holperpiste mit Asphaltresten – reparieren. Rund 3,2 Kilometer gehören zu Muchow, der Rest zu Neustadt-Glewe bzw. Blievenstorf. Nach Stiers Aussagen hätten auch die anderen Gemeinden Interesse, die Situation auf dem Verbindungsweg zu verbessern. „Aber ohne Fördermittel können wir das nicht finanzieren“, so der Bürgermeister, der auf Fördermittel vom Land hofft. Ausgang offen.

Wesentlich schneller soll ein anderes Problem aus der Welt geschafft werden. Hinter dem Sechs-WE-Block dümpeln alte Kleinställe, Holzschuppen und Umzäunungen eines früheren Mieters vor sich hin. „Das alles soll verschwinden“, sagt Hans-Jürgen Stier. Wahrscheinlich werden da seine Gemeindevertreter und er selbst anpacken müssen. Ein weiteres Anliegen des neuen Bürgermeisters ist es, die Zusammenarbeit der ortsansässigen Vereine weiter zu stärken.

„Ich möchte mein Wissen einbringen, um Dinge auf den Weg zu bringen, die den Menschen helfen“, begründet Hans-Jürgen Stier sein Engagement für die Gemeinde Muchow.

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