Grabow : Visionen für Grabow

Gespannt lauscht Bürgermeister Stefan Sternberg den Ausführungen zu Ideen für Grabows Zukunft.
Gespannt lauscht Bürgermeister Stefan Sternberg den Ausführungen zu Ideen für Grabows Zukunft.

Teilnehmer der Demografiewerkstatt diskutieren: Welche Ideen können tatsächlich umgesetzt werden?

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19. Juni 2018, 21:00 Uhr

Generalprobe im Grabower Fritz-Reuter-Haus: Die Arbeitsgruppen der Demografiewerkstatt Kommune kommen erneut zusammen. Dieses Mal wird es Ernst: Bürgermeister Stefan Sternberg kommt dazu, will sich ins Bild setzen lassen und kritisch Stellung beziehen. „Ich möchte, dass ihr eure Ideen, eure Projekte kurz und knapp erläutert“, sagt Professor Henning Bombeck von der Universität Rostock. Der Städteplaner steht den Gruppen zur Seite – gemeinsam mit Doktorandin Johanna Menzel. Als Wissenschaftler wie auch Moderatoren sind die beiden Rostocker im Einsatz.

Das Umfeld des Reuter-Hauses und Lebensvisionen – damit beschäftigen sich die Bürger in ihren einzelnen Gruppen. Bestandsaufnahmen haben beide gemacht. Welche Häuser stehen in Grabow leer? Haben die vielleicht Potenzial für eventuelle neue Wohnformen? Was ist am Reuter-Haus noch alles möglich? Andere Sitzgelegenheiten? Mehr Grün? Viele Ideen haben die Teilnehmer der Demografiewerkstatt Kommune in den vergangenen Wochen zusammengetragen. Dennoch stellen sich den Beteiligten immer wieder zentrale Fragen. Bleiben die Ideen nur Visionen auf Papier oder können sie umgesetzt werden?

Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg lauscht zunächst den Ausführungen – mal spricht Henning Bombeck, mal Johanna Menzel. Kathleen Bartels, enge Mitarbeiterin des Bürgermeisters und zuständig fürs Projektmanagement in der bunten Stadt an der Elde, behält den Überblick. Die studierte Betriebswirtin weiß genau Bescheid, beteiligt sich selbst. Schließlich ist Grabow auch ihr Zuhause. Vorgestellt haben sich die Werkstatt-Teilnehmer eine Art Altgebäudebörse. „Dabei muss das Rad nicht neu erfunden werden“, sagt Henning Bombeck. Genügend Beispiele gibt es – deutschlandweit. Doch inwiefern könne diese Vision für Grabow umgesetzt werden? Stefan Sternberg stellt sich Folgendes vor: „Wir sollten diese Börse lieber kleinteilig halten. Nicht kreisweit aufbauen, sondern eher mit den anderen Städten Ludwigslust und Neustadt-Glewe.“ Der Bürgermeister wolle mit seinen Amtskollegen darüber sprechen. Intensiv beschäftigt haben sich die Teilnehmer mit Grabow als Stadt. „Wir müssen es hinbekommen, dass Leben, Wohnen und Arbeiten in Grabow miteinander verzahnt werden“, erklärt Teilnehmer Sven Pohl. Die Gruppe stellt sich ein Leitbild gemäß dem Motto „Willkommen in Grabow – Willkommen in der Mitte“ vor. „Wir wollen den anderen zeigen, dass wir in Grabow etwas bewegen können“, so Sven Pohl weiter.

Etwas bewegen will auch die Truppe, die sich mit dem Umfeld des Reuter-Hauses beschäftigt. Doch Stefan Sternberg gibt zu bedenken: „Vieles ist seitens der Denkmalbehörde nicht möglich.“ Das Kiesbett rund ums Reuter-Haus sei nicht ohne Grund da. Es schütze die Putzfassade vor Feuchtigkeit. Nur mobile Spiel- oder Sitzmöglichkeiten könnten vor dem Gebäude stehen. „Zwischen Treppe und Straße befinden sich alle wichtigen Leitungen, die Grabow versorgen“, erklärt der Bürgermeister. Ein wichtiger Aspekt. In den kommenden Wochen müssten beide Gruppen noch Hausaufgaben machen. Die politische Sommerpause nutzen. Schließlich sollen die Projekte in die Tat umgesetzt werden. Dafür aber benötigt es Geld. Darüber befindet die Stadtvertretung. Und wie sehen es die restlichen Bürger? Die müssen ebenfalls in Kenntnis gesetzt werden. Mitte September folgt die Premiere bei einer Bürgerversammlung.

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