Neustadt-Glewe : Viele Gärten stehen leer

Mitglieder des Regionalvorstandes der Gartenfreunde und des Fachbeirates besuchten Kleingartenanlagen in Neustadt-Glewe, Groß Laasch und Rastow, um sich die Anlagen anzuschauen und mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen.
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Mitglieder des Regionalvorstandes der Gartenfreunde und des Fachbeirates besuchten Kleingartenanlagen in Neustadt-Glewe, Groß Laasch und Rastow, um sich die Anlagen anzuschauen und mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen.

Freie Parzellen in Groß-Laascher Anlage gut gepflegt / Gartenbegehungen des Regionalverbandes auch in Neustadt-Glewe

svz.de von
15. Juli 2014, 07:00 Uhr

Um den Kontakt zu den Mitgliedsvereinen zu halten, reist der Regionalverband der Gartenfreunde Südwestmecklenburg zu Gartenbegehungen durch die Region. Alle drei Jahre soll jeder Verein einmal besucht werden. Jetzt waren Mitglieder des Regionalvorstandes und des Fachbeirates in Kleingartenanlagen in Neustadt-Glewe, Groß Laasch und Rastow zu Gast.

Im Verein „Burgblick“, einer kleinen feinen grünen Oase mitten in der Stadt, bewunderten die Gäste nicht nur die gepflegten Wege und Gärten, sondern auch die Tatsache, dass alle Vereinsmitglieder daran ihren Anteil haben.

Im Verein „Liebsallee“ wurde deutlich, dass der Verein gegenüber dem Besuch vor drei Jahren eine recht positive Entwicklung genommen hat. „So sind viele Großbäume, die nicht in eine Kleingartenanlage gehören, verschwunden“, so Friedrich Schneider, Fachberater des Regionalverbandes. Außerdem werden verstärkt Mitglieder in die Pflege der Vereinsanlage einbezogen. Gerade als die Besucher da waren, fand ein Arbeitseinsatz zur Pflege nicht verpachteter Parzellen statt. Als großes Problem wurde den Besuchern vom Regionalverband die große Zahl leerstehender Gärten genannt. Zurzeit haben 27 Gärten der Vereinsanlage keinen Pächter. Es besteht auch wenig Hoffnung, dass sich das verändert.

Abhilfe könne es hier nur geben, wenn der Verpächter – die Kommune – Flächen zurücknimmt und einer anderen Verwendung, möglicherweise als Bauland, zuführt, so Friedrich Schneider. Neben der Verringerung des Arbeitsaufwandes zur Pflege der leeren Parzellen würde sich das auch positiv auf die finanzielle Lage des Vereins auswirken, weil dann für die leeren Parzellen keine Pacht mehr gezahlt werden müsste.

In Groß Laasch und Rastow wurden die Gäste vom Regionalverband mit großer Herzlichkeit empfangen. „Auch hier wurde der Rundgang durch die Vereinsanlagen, an dem in Rastow alle Vorstandsmitglieder teilnahmen, zu einem regen Erfahrungsaustausch über die Vereinsarbeit genutzt“, erklärte der Fachberater. In beiden Vereinen sei das Problem mit leerstehenden Parzellen ein großes. „Um so erstaunlicher ist es in Groß Laasch, dass man den Leerstand kaum wahrnimmt, weil die nicht verpachteten Gärten in einem erstaunlich guten Zustand sind.“ Auch in Rastow wurden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wege gefunden, um nicht mehr genutztes Vereinsgelände umzunutzen.

Deutlich wurde erneut, dass es seitens der Vorstände große Anstrengungen gibt, die Vereine auf der Grundlage des Bundeskleingartengesetzes zu führen und ihren Mitgliedern so lange wie möglich die Freude an ihren Gärten zu erhalten. Nicht zu übersehen ist dabei aber, dass die Vereinsmitglieder immer älter werden und Nachwuchs kaum in Sicht ist.

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