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Ludwigsluster Tageblatt

17. November 2017 | 22:29 Uhr

Vielank : Vielank stockt Produktion auf

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Brauhaus weiht heute seine Logistikhalle ein / Herstellung von Bier und Brausen wird deutlich ausgeweitet / Sprung nach Berlin geplant

von
erstellt am 14.Dez.2014 | 18:06 Uhr

Offiziell gefeiert wird heute „nur“ die Eröffnung der Lager- und Logistikhalle. Und Firmenchef Andreas Hüttmann hätte angesichts der vielen Probleme und Verzögerungen, die es gerade mit diesem Bau gegeben hat, auch auf eine Feier gern verzichten können. Dennoch markiert die Halle mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern so etwas wie einen Wendepunkt für die Getränke- und Lebensmittelmanufaktur. Das ist nämlich das Vielanker Brauhaus. Der Gastro- und Hotelbereich sind und bleiben zwar auch wichtig, aber eben nur ein Teil des gesamten Geschäftes.

Jetzt kann vor allem die Bierproduktion, aber auch das sehr gut laufende Limonaden- und Fassbrausengeschäft angekurbelt werden. Zugleich mit der neuen Halle wurde auch die bisher viel zu kleine Produktionskapazität aufgestockt. So kann der Dampferzeuger jetzt die dreifache Menge liefern, gibt es eine viel größere Pasteurisierungsanlage, werden neue Gär- und Lagertanks folgen. So will der als Partygastronom im Raum Hannover großgewordene Hüttmann die Getränkeproduktion zunächst auf 10 000 Hektoliter im Jahr hochtreiben. Schon in naher Zukunft sollen es dann 30 000 Hektoliter werden. Doch selbst mit dieser Menge gehört Vielank dann immer noch zu den kleinen Manufakturen und kommt Großbrauereien nicht ernsthaft ins Gehege. Voraussetzung für die geplanten Steigerungen ist die Erschließung neuer Absatzmärkte. Doch da ist Hüttmann zuversichtlich. Im Hamburger Raum kann man das Vielanker Bier schon kaufen, derzeit werden Gespräche mit Vertriebsketten im Berliner Bereich geführt. „Das war ja die Idee, als wir Vielank und Dömitz übernahmen. Wir liegen hier zwischen Hamburg, Berlin und Hannover, hier wohnen 12 Millionen Menschen, und die meisten kennen unsere Bioprodukte noch nicht. Wir bieten lupenreine regionale Produkte an, und dieser Markt wächst stetig.“

Lagerflächen, schnelle und auch für das Dorf geräuscharme Lieferung und eine effektive Produktion, die auch in Schichten laufen kann, das alles fehlte bisher für eine deutliche Produktionsausweitung. Oft genug waren die Vielanker ausverkauft, mussten Kunden zum Beispiel an der Ostseeküste vertrösten.

Das ist mit dem heutigen Tag vorbei. Wobei die verschiedenen Biersorten nur etwa 4000 der geplanten 10 000 Hektoliter stellen werden. Die große Mehrheit sind die Brausen und Limonaden. Dieses Geschäft habe sich fast explosionsartig entwickelt, freut sich Andreas Hüttmann. Noch vor zwei Jahren kam man in dem Bereich gerade einmal auf 1000 Hektoliter. Doch die Kombination aus traditionellen Aromen, die mit Vielanker Wasser, das aus drei hauseigenen Quellen kommt, vermischt und vor Ort abgefüllt werden, erweist sich immer mehr als Renner. Am beliebtesten ist nach wie vor Himbeere vor dem Zitronengeschmack und der neu gestarteten Holunderbrause. Zu allem gehören die Bügelflaschen, das Glas kommt aus Thüringen, die Bügel aus Frankreich. Und die Holzkisten, die müssen sein. Bis zu 100 000 neue Kisten hat Hüttmann auch mit Unterstützung des Lebenshilfewerkes anfertigen lassen und wird wohl noch mehr kaufen müssen. Trotz Pfands kommen sehr viele der bei den Kunden begehrten Kisten nicht mehr zurück nach Vielank.

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