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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 18:35 Uhr

lUdwigslust : Viel Geld für Schulen und Kitas

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Investitionsplan der Stadt für 2018 vorgelegt. Erweiterung der Techentiner Grundschule kommt wohl später als erhofft

Die Techentiner Schüler und Lehrer müssen sich noch gedulden. Der für ihre Schule geplante Erweiterungsbau kann wohl nicht vor 2020 errichtet werden, wie Bürgermeister Reinhard Mach am Mittwoch auf der Stadtvertretersitzung signalisierte. „Wir müssen die Planungsleistungen europaweit ausschreiben“, erklärte er. Das würde vier bis sechs Monate beanspruchen. Damit kann die Stadt es bis zum Termin im Januar nicht schaffen, einen Fördermittelantrag mit konkreter Kostenberechnung einzureichen. „Der Landkreis hat darauf verwiesen, dass er mit einer Reihe von Anträgen rechne, die deutlich mit Kosten untersetzt sind“, so Reinhard Mach. Und dass solche Anträge größere Chancen hätten.

Für den Erweiterungsbau wird mit Investitionskosten von rund fünf Millionen Euro und Planungskosten von bis zu einer Million Euro gerechnet. Ohne Fördermittel kann die Stadt das nicht realisieren. Und da die Planungskosten weit über der Grenze von 209 000 Euro liegen, muss europaweit ausgeschrieben werden. „Würden wir schon bei der Vergabe rechtswidrig handeln, würde uns kein Fördermittelgeber Geld geben“, so Reinhard Mach. Detlef Müller (SPD) konnte diese Pille nur schwer schlucken. „Da wird eine Hürde aufgebaut, für die ich kein Verständnis habe“, sagte er. Ein Teil der Planungskosten soll dennoch in den Haushaltsplan der Stadt für 2018 aufgenommen werden. Wie die Erweiterung baulich erfolgen soll, steht noch nicht fest. Bis Ende des Jahres soll die Studie eines Ingenieurbüros vorliegen, welche Möglichkeiten es auf dem Schulareal gibt.

In den Haushalt 2018 soll laut dem vorgelegten Investitionsplan auch Geld für andere Schulen der Stadt eingestellt werden. In Kummer geht es um die Ausstattung eines Werkraums, für die Fritz-Reuter-Schule unter anderem um Schränke und Sportgeräte. Für die Lenné-Schule stehen Restarbeiten am Atrium und die Computerkabinette im Plan. Größter Brocken könnte mit rund 1,7 Millionen Euro der Umbau des Dachgeschosses der Fritz-Reuter-Grundschule zum Hort werden – sofern die eingeplanten Fördermittel bewilligt werden.

Auch in ihre Kindertagesstätten will die Stadt viel Geld stecken. Unter anderem rund 115 000 Euro in die Kita Techentin, wo – ebenfalls mithilfe von Fördermitteln – unter anderem Heizung, Sanitäranlagen und Fenster erneuert werden sollen. Für die Gillhoff-Kita und die Kita Parkviertel sollen unter anderem neue Möbel angeschafft werden, in Kummer wird die Spielkombination ersetzt.

„Wir haben uns für 2018 viel vorgenommen“, stellte Melitta Roock (Die Linke) beim Blick auf den Investitionsplan fest. „Für mich zeigt sich ein gutes Verhältnis von Investitionen in Bildung zu Investitionen in Wohngebiete, Straßen und Brücken.“ Wichtig sei aus ihrer Sicht außerdem, dass die Planungskosten für den Stadtteilspielplatz an der Helene-von-Bülow-Straße (hinter dem Lindencenter) in den Haushalt eingestellt werden sollen. „Zum richtigen Zeitpunkt, denn wir wollen 2018 ja auch dieses Wohngebiet anfassen.“

Um die Investitionen realisieren zu können, plant die Stadt nach jetzigem Stand eine Kreditaufnahme über rund 500 000 Euro. Gleichzeitig sollen aber auch 700 000 Euro aus anderen Krediten getilgt werden.

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