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Dömitz : Viel Fördergeld fließt für den Kasematten-Ausbau

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Knapp zwei Millionen Euro für Umbau zur Biosphäre-Ausstellung/ Stadt Dömitz steuert 200 000 Euro bei

svz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Regelmäßiges, monatliches Markttreiben auf dem Innenhof der Dömitzer Festung. Wenn es sich für alle Beteiligten lohnt, dann will Minister Till Backhaus auch diese Entwicklung in Dömitz spürbar fördern. Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern überbrachte gestern zum Auftakt des zweiten Biosphärenmarkts auf dem historischen Areal aber erst einmal eine andere, fast zwei Millionen schwere Unterstützung. Er übergab an Bürgermeisterin Renate Vollbrecht den Förderbescheid für den Ausbau der Greif-Kasematte. Dort will die Biosphärenreservatsverwal-tung Flusslandschaft Elbe eine dauerhafte Umweltausstellung einrichten.

Gehört diese Präsentation fest zum Angebot des Biosphärenamtes, wächst die Bedeutung der Festung Dömitz als touristische Attraktion am Elberadweg deutlich. Seit das Zeughaus im Festungsensemble 2013 an die Biosphäre-Verwaltung übergeben und mit einer Umweltausstellung bereichert wurde (SVZ berichtete), hätten bereits 13 500 Menschen dieses historische Haus besucht, hieß es von Minister Backhaus. Seit der 15-jährigen Amtszeit von Bürgermeisterin Renate Vollbrecht seien über 18 Millionen Euro in 335 Förderfälle investiert worden, wollte der Minister den besonderen Stellenwert der kleinen Stadt innerhalb des Landes herausgestellt wissen. Er attestierte den Stadtverantwortlichen bedachte unternehmerische Beson-nenheit und Stärke, auch weil der notwendige 200 000-Euro- Eigenanteil aufgebracht worden sei. Eine Investition für die Zukunft und für die Nachkommen, wie Backhaus es ausdrückte. Er sieht es als durchaus legitim an, dass in der heutigen Zeit die Fehler aus ver-gangenen Zeiten wieder dadurch ausgeglichen werden, in dem Wasser, Arten und Flächen der Natur wieder zurückgegeben werden. Deshalb müsse das Biosphäre-Gesetz möglichst unverzüglich verabschiedet werden.

Ein monatlicher Biosphärenmarkttag wie am Schaalsee bereits praktiziert, das wäre auch im Sinne von Biosphärenamtsleiter Klaus Jarmatz und Dezernatsleiterin Anke Hollerbach. Nachhaltigkeit, nachwachsende Rohstoffe und ökologische Ressourcennutzung, das sei angezeigt für ein Leben im Gleichklang mit der Natur, war in Gesprächen am Rande des Markttages zu hören. Wenn gleich der ganz große Besuch an diesem zweiten Markttag ausblieb, so war der Trend zu handwerklichen Angeboten und Naturkostprodukten unverkennbar. Anziehungspunkte waren das Flechten mit Weidenruten, das Wollespinnen und ein Bassin, wo sich Kinder auf eine aufregende Themen-Angeltour begeben konnten. Kulinarisch dürften die Kartoffelpuffer höher in der Gunst der Marktbesucher gelegen haben, als frisch geräucherte Forellen oder die zentimeterdick belegten Hamburger nach Dömitzer Hausfrauenart.

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