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Ludwigsluster Tageblatt

16. Januar 2018 | 12:59 Uhr

Ludwigslust : Vertrauen schaffen auf Parcours

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Am gestrigen Dienstag war Team-Tag am Ludwigsluster Goethe-Gymnasium / Schülerrat lernte sich besser kennen

Mit geschlossenen Augen tastet sich Luisa (17) durch das „Spinnen-Netz“. Dabei vertraut sie der 14-jährigen Corinna, die sie sicher durch das Gewirr von Seilen führt. Genau darum ging es auf dem gestrigen Team-Tag im Ludwigsluster Goethe-Gymnasium auch und vor allem: lernen, dem Nebenmann oder der Nebenfrau zu vertrauen.

Ramona Stein, Lehrerin und Kooperationsmanagerin am Gymnasium: „Am Team-Tag nimmt der Schülerrat des Gymnasiums teil, also Klassensprecher und ihre Vertreter. Dieser Tag soll der Höhepunkt in der Schülerratsarbeit des Schuljahres sein.“

Einerseits ging es am gestrigen Dienstag darum, Spaß zu haben, sich bei sportlichen Übungen zu bewegen. Andererseits aber ging es auch um eingangs erwähntes Vertrauen. Maik Müller, Bewegungstrainer aus Rostock, leitete die Übungen. „Wir haben einen Parcours aufgebaut. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich hier durch oder über Hindernisse bewegen, wobei der Partner jeweils hilft. Dabei kommt es auch darauf an, zu lernen, die eigenen Bewegungen angesichts der Hindernisse zu koordinieren.“

Zunächst gab es eine Kennenlern-Phase mit Einzelspielen, danach eine Konfrontationsphase. Hier sollte unter anderem jeder erfahren, wie es ist, wenn man auf sich allein gestellt ist – zum Beispiel wenn man beim Abwerfspiel alleine vor den „Schützen“ steht und jeder nur auf „mich“ wirft. Dem folgte die Vertrauensphase, in der jeweils zwei bis fünf Personen starke Gruppen Übungen und Spiele absolvierten.

Dazu gehörte auch der Weg durch schon beschriebenes „Spinnennetz“. Luisa danach: „Hier lernt man wirklich, anderen zu vertrauen. Wir lernen uns als Schülerrat und Klassensprecher aber auch viel besser kennen. Denn sonst trifft man sich meist ja nur in den Pausen.“ Dahinter kommt auch die tiefere Bedeutung des Tages zum Ausdruck: Schließlich soll der Schülerrat Interessen vertreten, u. a. auch Projekte organisieren. Das aber geht nur, wenn man sich gut kennt – und Vertrauen zueinander hat.

Corinna meinte: „Die Idee zu so einem Tag ist sehr gut. In der 7. Klasse zum Beispiel ist man oft noch extrem schüchtern gegenüber älteren Schülern. Hier aber machen wir alle zusammen etwas.“

Finden auch Mareike (18) und Lea (17). So ließ sich Mareike rückwärts mit geschlossenen Augen von einem Kasten fallen. Sie vertraute darauf, dass Lea, die neben ihr mit offenen Augen auf dem Kasten stand, sagte, dahinter liege eine Hochsprungmatte. Hand in Hand fielen dann beide Mädchen in die Tiefe. Mareike anschließend: „Ich habe Lea vertraut. Sie wäre bestimmt nicht gesprungen, wenn sie die Matte nicht gesehen hätte. Lea wiederum sagte: „Eine gute Sache. Und ich habe den Schülerrat jetzt richtig kennen gelernt, weiß alle Namen.“

Ähnlich denkt auch Luise (17): „Maik hat uns cool angetrieben, aber so, dass es Spaß gemacht hat. Das ist mal etwas anderes, als der stressige Schulalltag.“ Die 17-Jährige erwähnt auch das Buffet, für das jeder etwas von daheim mitgebracht hat: selbst geschmierte Stullen, zubereiteten Nudelsalat, Klopse oder den – wie Luise betont – zusammengerührten Joghurt. Tine (13) schließlich fand, dass die „Großen“ sehr nett sind und man ein gutes Team sei.

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