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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 03:20 Uhr

Neustadt-Glewe : Verkehrsregeln für Anfänger

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Junge Syrer lernen in Neustadt-Glewe, wie man sich mit dem Fahrrad richtig im Straßenverkehr verhält

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 12:16 Uhr

Nahezu täglich sind die Jugendlichen in Neustadt-Glewe unterwegs – von ihrer Unterkunft im Technikum zum Fußballplatz in der Laascher Straße beispielsweise. Oder nach Ludwigslust. Und das mit dem Fahrrad. Die 18 unbegleiteten minderjährigen Ausländer (im Amtsdeutschen einfach „Uma“ genannt) sind auf Kenntnisse im deutschen Straßenverkehrsrecht angewiesen, wenn die zumeist jungen Syrer nicht unter die sprichwörtlichen Räder kommen wollen.

Gestern war Verkehrsschulung im Technikum. Im theoretischen Teil war es an Polizeiobermeisterin Melanie Wegendorf, den Jugendlichen zu zeigen, wie man sich an einer Kreuzung richtig verhält, welche Verkehrszeichen es gibt, was man beachten muss, wenn eine Ampel die Vorfahrt regelt. Danach ging es auf den Hof. Die Jugendlichen hatten schnell ihre Fahrräder herausgeholt, währenddessen war ein kleiner Parcours aufgebaut. Karin Rühlicke von der Kreisverkehrswacht erklärte und achtete darauf, dass die Radler sich an einem aufgemalten Fußgängerüberweg richtig verhielten. Hamash Bassam fuhr kein Rad gestern. Er kann schon ganz gut Deutsch und erklärte, dass er nicht so gern in die Pedalen tritt. Dafür war Hamash unermüdlich auf dem imaginären Fußgängerüberweg unterwegs – hin und her, her und hin.

Freimut Schade ist Betreuer der Wohngruppe bei der Ibu. „Die Jugendlichen müssen gerade in der engen Neustädter Innenstadt lernen, sich richtig zu verhalten und auch, dass sie ihre Fahrräder immer verkehrstüchtig halten“, sagt der Lehrer, der aus dem Brandenburgischen stammt.

Christian Rosenkranz, Geschäftsführer des Bildungsträgers Ibu, sieht die Wohngruppe in seinem Hause auf einem guten Weg. „Es war zu Anfang nicht immer ganz einfach. Auch wir mussten lernen, auf die Menschen, die aus einem komplett anderen Kulturkreis kommen, zuzugehen, umgedreht natürlich genauso“, sagt der Ibu-Geschäftsführer. Aber das gelänge jeden Tag besser.

Das Institut für Berufsbildung und Umschulung, wie die Ibu ausgeschrieben heißt, gehört zu den über 300 Gründungsunternehmen des bundesweiten Netzwerks „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“. Das Netzwerk will das Engagement der Firmen vor allem für Praktikum, Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen unterstützen, SVZ berichtete.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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