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Ludwigsluster Tageblatt

22. Oktober 2017 | 21:24 Uhr

Dömitz : Verkehr rollt über die Hohe Brücke

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bauarbeiten nach gut einem Jahr abgeschlossen: Umfahrungsmöglichkeit bringt Entlastung für die Dömitzer Altstadt

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2015 | 14:12 Uhr

Ein bisschen mehr Ruhe für die Bewohner der Dömitzer Altstadt: Die neue Hohe Brücke ist nach Abschluss der Bauarbeiten für den Verkehr freigegeben worden, und viele Kraftfahrer nutzen sie bereits. Sie biegen von der Roggenfelder Straße in Richtung Einkaufszentrum Am Floßgraben ab, überqueren die Löcknitz, um dann nach links über die Hohe Brücke zur B 191 in Richtung Ludwigslust zu fahren. Das Hoppelpflaster der Dömitzer Altstadt haben sie sich damit erspart – und den Anwohnern den vor allem bei Lkw- und Traktorfahrten entstehenden Lärm und die Erschütterungen. Außerdem drohen Kraftfahrern nun keine zig Kilometer langen Umwege mehr, falls die Brücke in der Torstraße mal gesperrt werden muss.

„Die Entlastung wird sich in der Altstadt bemerkbar machen, gerade jetzt während der Maisernte“, sagte Bürgermeister Helmut Bode. „Die Traktoren sind früher über die Hohe Brücke gefahren und werden es auch jetzt wieder tun.“ Gleiches gilt für die Laster, die in Richtung Brandenburg oder ins Gewerbegebiet am Grünen Weg wollen oder von dort nach Ludwigslust. Die ersten Brummis rollen schon jetzt über die Landesstraße 04 von der Roggenfelder Straße zur B191, obwohl noch keine Schilder diesen Weg weisen. Aber das soll sich ändern. „Noch im Oktober sollen aus beiden Richtungen Schilder aufgestellt werden, die mit weißen Zusatzzeichen auf die freiwillige Umfahrung hinweisen“, so Bode.

Seit rund acht Jahren hatte es diese Alternativstrecke nicht mehr gegeben. Damals hatte die alte Hohe Brücke gesperrt werden müssen. Jahrelang bot sie nur noch Fußgängern und Radfahrern Gelegenheit, die Müritz-Elde-Wasserstraße zu überqueren, ehe das Straßenbauamt Schwerin im vergangenen August mit dem Ersatzneubau begann. Rund 2,4 Millionen Euro sind seither in das Bauwerk, das in Stahlverbundbauweise mit einer Stützweite von rund 36 Metern errichtet worden ist, geflossen.

 Mit der neuen Brücke sieht der Bürgermeister die Stadt  jedoch nur an einem Zwischenziel. „Nächstes Ziel ist der Ausbau der L 04 in diesem Bereich“, so Helmut Bode. Ob und wann es dazu kommt, ist aber unklar. „Eine Planung für den L 04-Ausbau erfolgt erst, wenn eine Betrachtung der Situation nach der Verkehrsfreigabe der Brücke den Bedarf dafür erkennen lässt“, erklärte Steffen Wehner, Pressesprecher des Schweriner Infrastrukturministeriums gestern auf SVZ-Anfrage.

Die Stadt Dömitz hat vorab schon einmal ihre Hausaufgaben gemacht. „Die beiden Kurven lassen keinen Begegnungsverkehr zwischen Lkw zu“, erklärte Helmut Bode. Deshalb müsste vom Einkaufszentrum zur Brücke über die Löcknitz geradlinig eine neue Straße gebaut werden. Zwei der dafür benötigten Grundstücke habe sich die Stadt durch Tausch bereits gesichert, für zwei weitere liefen die Verhandlungen noch, so der Bürgermeister.

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