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Ludwigsluster Tageblatt

15. Dezember 2017 | 20:45 Uhr

Neustadt-Glewe : Vereine im Rampenlicht

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gelungene Premiere des Sommerfestes am Sonnabend in der Sporthalle Neustadt-Glewe / Mittelalterliches bis tierisches Angebot

von
erstellt am 01.Sep.2014 | 07:00 Uhr

Das Wetter machte dem Namen des Festes keine Ehre, ansonsten war die Premiere des Neustädter Sommerfestes am Sonnabend in der Sporthalle der Lewitzstadt aber ein voller Erfolg. Die Stadt hatte es zusammen mit den örtlichen Vereinen organisiert, und so herrschte den ganzen Tag über buntes Treiben. Der Burgverein durfte natürlich ebenso wenig fehlen wie das Burgfräulein – und so wandelten die mittelalterlich gekleideten Paare mitten zwischen den jungen Sportlern, den Flugbegeisterten, Kleingärtnern, Kaninchenzüchtern, den kleinen Malerinnen und, und, und… hindurch.

Der Burgverein ist zweifellos Aushängeschild der Stadt. Er war mit einem Stand und einem kleinen Quiz vertreten, wo es drei Familienkarten für das nächste Burgfest im kommenden Jahr zu gewinnen gab. Die Männer und Frauen waren aber auch ins Programm integriert – sie zeigten historische Tänze. Die Choreografien stammen teilweise aus Internetrecherchen, teilweise sind die Ideen aber auch von anderen Mittelalterfesten mitgebracht und angepasst worden. „In Burg Stargard gibt es auch seit ein paar Jahren eine Tanzgruppe, und da ist schon mal der eine oder andere Tanz hin und her gegangen“, erzählt Vereinsvorsitzender Dr. Wolfgang Tempel. Seit 2002 gibt es die Tanzgruppe. Die Mitstreiter haben viel Spaß, aber auch das Problem vieler Vereine: Es fehlt am Nachwuchs. Wolfgang Tempel ergänzt noch, dass sie gegenwärtig aber noch ganz gut „besattelt“ seien – 67 zahlenden Mitglieder und davon 30 aktive. Der Burgverein hat in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen gefeiert.

Akute Nachwuchsprobleme haben dagegen andere Vereine. Davon kann Karl-Heinz Bartels ein Lied singen. Er ist sowohl Vorsitzender des Kaninchenzüchterverein M12 Neustadt-Glewe als auch des Kleingartenvereins „Burgblick“. „Für uns sind solche Ereignisse wie das Sommerfest ganz wichtig, um uns zu präsentieren und darzustellen, dass wir sehr interessanten Freizeitbeschäftigungen nachgehen“, so Bartels. Den Kaninchenzuchtverein gibt es nach seinen Aussagen bereits seit rund 100 Jahren, nachweisbar jedoch erst seit 1965. Im nächsten Jahr wird 50-jähriges Bestehen gefeiert. „Wir waren mal 27 Mitglieder, jetzt sind es noch sechs, von denen zwei schwer krank sind“, schildert Karl-Heinz Bartels die prekäre Mitgliedersituation. Währenddessen finden die Kaninchen in den Käfigen am Eingang der Sporthalle doch Publikumsinteresse. Es sind Helle Großsilber, Weißgrannen Blau, Kleinsilber Hell und Holländer.

Der Kleingartenverein „Burgblick“ macht seinem Namen alle Ehre. Er hat sein Terrain, dort, wo man von der Burg herunter über die Elde blickt. Es sind 17 Parzellen. „Es ist ein tolles Verhältnis unter den Mitgliedern“, freut sich der Vereinsvorsitzende. „Das sieht man schon daran, dass fast alle hier sind.“

Eine „Institution“ in der Lewitzstadt ist die Malerin Christa Schenk, die sich seit vielen Jahren um die Anleitung derer kümmert, die sich das Malen als Hobby auserkoren haben. Jung und Alt, Groß und Klein sind dabei. Klar, dass auch die Malgruppe das Sommerfest bereichert. Vielleicht gibt es eine Neuauflage?

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