Ludwigslust : Unterschriften als Weichensteller

Unterschriftensammlung gestern auf dem Ludwigsluster Alexandrinenplatz. Bürgermeister Reinhard Mach (3. v. r.) war dabei.
Unterschriftensammlung gestern auf dem Ludwigsluster Alexandrinenplatz. Bürgermeister Reinhard Mach (3. v. r.) war dabei.

Südbahn-Unterstützer sammelten gestern in Ludwigslust / Ausdehnung der Streckenschließung nach Westen befürchtet

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17. März 2016, 17:00 Uhr

Gestern war Markttag auf dem Alexandrinenplatz in Ludwigslust. Für die Initiatoren der Volksinitiative für die so genannte „Südbahnverbindung“ eine willkommene Gelegenheit, auf das Anliegen hinzuweisen und um Unterstützung zu werben. Der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach war ebenfalls als Unterstützer vor Ort.

Die Bahnverbindung ist die einzige zwischen Ost und West, die durch den mecklenburgischen Süden verläuft. Auf der Teilstrecke zwischen Parchim und Malchow ist der Verkehr bereits eingestellt worden. Stattdessen gibt es Schienenersatzverkehr.

Auch wenn der hiesige Raum nicht direkt betroffen ist, geben Kommunalpolitiker keine Entwarnung. „Es steht zu befürchten, dass irgendwann auch der Rest der Strecke eingestellt wird“, sagt der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach. Die Südbahnstrecke passiert die Lindenstadt und geht weiter nach Hagenow. Die Vertreter der Volksinitiative wollen 15 000 Unterschriften zusammenbekommen. So viele sind erforderlich, damit sich der Schweriner Landtag mit einer durchgehenden Verbindung von Hagenow über Ludwigslust-Parchim-Lübz-Malchow-Waren bis nach Neustrelitz beschäftigen muss. Das regelt Artikel 59 der Landesverfassung.

Erstunterzeichner sind die Bürgermeister der genannten Städte. Gestern in Ludwigslust kamen 260 Unterschriften zusammen.

Das Land begründet die Einstellung der Teilstrecke zwischen Parchim und Malchow mit einer sehr geringen Nachfrage. Der Landesverband des Fahrgastverbandes Pro Bahn hingegen wirft der Schweriner Regierung vor, auch keine Maßnahmen ergriffen zu haben, die eine Steigerung des Interesses hätten bewirken können. Dazu zählen die Aktivisten eine Optimierung der Taktzeiten, die Anbindung der Stadt Plau am See sowie die Verknüpfung mit dem Bus.

Aktuell habe das südliche Mecklenburg die schnelle direkte Anbindung an die Metropolregionen Berlin und Hamburg bereits verloren, was sich auf den Tourismus und die ländliche Mobilität negativ auswirke, so die Organisatoren der Volksinitiative.

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