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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 13:15 Uhr

Ludwigslust : „Unkraut und Büsche stören“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

SVZ-Leser verärgert über Zustand an der Stadtkirche / Pastorin versteht Kritik nicht

von
erstellt am 02.Nov.2017 | 21:00 Uhr

Die Umgestaltung des Umfeldes der Ludwigsluster Stadtkirche ist mittlerweile knapp zwei Jahre her. Damals erhielt das Areal um die Kirche neues Pflaster, eine sandgeschlämmte Decke und vier neue Leuchten (SVZ berichtete). Realisiert wurde das Projekt u.a. aus Mitteln der Städtebauförderung der Stadt Ludwigslust. Götz Uebe, der direkt neben der Stadtkirche wohnt, äußerte sich nun in einem Leserbrief jedoch kritisch über den aktuellen Zustand der Flächen.

„Rund um die Kirche sind Pflasterungen angelegt worden, die es in den ursprünglichen Bauplänen nicht gab. Die zu schönen Aufträgen führten, mit Denkmalschutz aber nichts zu tun haben und nun in einem sehr traurigen Zustand dahin rotten“, erklärt Götz Uebe. Bereits vor zwei Jahren habe er die Sanierung des Kirchenumfeldes nicht für gut befunden. Heute stören den Ludwigsluster Unkraut und kleine Büsche, die aus den Pflasterritzen sprießen und nicht entfernt werden. „Dass eine Sanierung auch einer anschließenden Pflege bedarf, scheint unbekannt zu sein.“

Pastorin Katharina Lotz hingegen ist bis heute sehr zufrieden mit der Umgestaltung. „Wir sind froh, dass wir dieses Projekt damals gemeinsam mit der Stadt realisieren konnten.“ Und auch für die Pflege sind sowohl die Kirchengemeinde als auch die Stadt zuständig. „Für einen Meter um die Kirche herum sind wir zuständig. Und natürlich auch für den Portikus“, erklärt die Pastorin. Diese Pflegearbeiten übernimmt dann Küster Thomas Konradt. „Zum Beispiel Unkraut zupfen. Er sorgt regelmäßig dafür, dass hier alles ansprechend und vernünftig aussieht“, so Katharina Lotz.

Von Seiten der Stadt wurde die Pflege an der Stadtkirche und den Rasenflächen an ein externes Unternehmen vergeben. „Wenn wir größere Veranstaltungen in der Kirche haben, wird hier vorher auch alles ordentlich gemacht. Da rufen wir dann zum Beispiel auch mal an und fragen, ob der Rasen nochmal gemäht werden könnte“, so Katharina Lotz.

Dem kann Leser Götz Uebe nicht zustimmen. Ihn, als direkten Nachbarn, und vermutlich auch Besucher der Stadtkirche würde der Anblick der ungepflegten Anlagen traurig stimmen. „Wenn wieder Baumaßnahmen ohne Nachpflege in der Stadt geplant sein sollten, wäre es sicher besser, man ließe diesmal die Finger von solchen Projekten“, so Götz Uebe.

Die Pastorin jedoch lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigslust hinsichtlich der Pflege des Kirchenareals und kann die Verärgerung über den aktuellen Zustand nicht verstehen. „Ich kann nur sagen, dass hier alles geregelt abläuft. Und es hat sich auch noch kein Besucher der Stadtkirche über Unkraut oder ähnliches beschwert.“


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