neustadt-glewe : Unglück überschattet Airbeat-Start

Eventmanager Sebastian Eggert (im dunklen Shirt) erläutert die Sicherheitsmaßnahmen für die Festivalbesucher. Fotos: münchow
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Eventmanager Sebastian Eggert (im dunklen Shirt) erläutert die Sicherheitsmaßnahmen für die Festivalbesucher. Fotos: münchow

51-Jähriger aus Hagenow stürzte bei Arbeiten 18 Meter in die Tiefe und starb im Krankenhaus / Vorbereitungen gingen gestern weiter

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17. Juli 2014, 07:00 Uhr

Kurz vor Beginn ist ein Schatten auf das „Airbeat One“-Festival am kommenden Wochenende gefallen. Während der Aufbauarbeiten auf dem Flugplatzgelände in Neustadt-Glewe kam es am Dienstag zu einem tragischen Arbeitsunfall. Ein 51-Jähriger stürzte laut Polizei gegen 17.50 Uhr bei Arbeiten an der Beleuchtungsanlage aus 18 Metern in die Tiefe und erlitt schwerste Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Klinikum nach Schwerin, wo der Mann noch in der Nacht verstarb. Wie SVZ erfuhr, handelt es sich bei dem tödlich Verunglückten um einen sehr bekannten Veranstaltungstechniker und -organisator aus Hagenow. Die Kripo nahm umgehend die Ermittlungen zur Unfallursache auf.

Indes gingen am Mittwoch die Vorbereitungen auf das Festival weiter. Dazu gehörte vormittags ein Treffen Verantwortlicher u. a. des Veranstalters, von Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Landesforst. Dabei ging es vor allem um die Sicherheit der Besucher auf dem Festivalgelände und in der unmittelbaren Umgebung. Eventmanager Sebastian Eggert wies darauf hin, dass die Sicherheitsmaßnahmen für Besucher gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert wurden. So ist das gesamte Gelände durch einen Zaun abgesichert, der auch das Betreten des nahen Flugfeldes verhindern soll. Vom Veranstalter eingesetzte Streifen sollen zudem dafür sorgen, dass die Absperrungen nicht überwunden werden können. Der Flugbetrieb wird nicht eingestellt. Die Einflugschneisen verlaufen aber nicht über das Festivalgelände.

Die Veranstalter rechnen mit etwa 20 000 Besuchern. Allerdings war auch zu hören, dass es möglicherweise bis zu 30 000 Fans werden könnten. Neben den Ordnungskräften des Veranstalters ist erstmals auch eine mobile Polizeiwache direkt vor Ort. Den Gesamteinsatz der Polizei leitet Polizeidirektor Hans-Peter Günzel, Leiter der Polizeiinspektion Ludwigslust. In seinem Auftrag nahm am Mittwoch der Erste Polizeihauptkommissar Gilbert Küchler als Einsatzabschnittsleiter an dem Treffen teil. „Am Donnerstag beginnt die Hauptanreisewelle“, sagte Küchler. „Wir richten dann an den Anfahrtswegen Kontrollstellen ein.“ Bis Montag wird es Polizeikontrollen geben, wobei Unbeteiligte möglichst nicht davon betroffen sein sollen. Die Beamten werden Verkehrsstraftaten und -ordnungswidrigkeiten ebenso ahnden wie gegebenenfalls Drogendelikte.

Auch Vertreter der Stadtverwaltung Neustadt-Glewe werden schwerpunktmäßig vor allem Sonnabend- und Sonntagnacht anwesend sein. Heiko Stickel vom Fachdienst Bau, Ordnung, Liegenschaften: „Wir sind im Fahrzeug der Feuerwehr-Einsatzleitung in unmittelbarer Nähe des ASB anzutreffen.“ Für den Notfall, zum Beispiel bei Vermisstenfällen, richtet die Stadt eine Notrufnummer ein: 038757-50 07 77 (E-mail: airbeat@neustadt-glewe.de). Weiterhin werden alle Feuerwehren des Amtes Neustadt-Glewe im Einsatz sein. Ständig vor Ort steht ein Tanklöschfahrzeug bereit.

Neu auch: Die Bereiche des Geländes sind durch fiktive und weitere Straßennamen gekennzeichnet, wie „Zickengasse“, „Playa de Palma“, „Holstentor“, oder „Checkpoint Charly“. Besucher können Polizei und Feuerwehr über die bekannten Notrufnummern alarmieren und zur besseren Orientierung die Straßennamen nennen. Die Zentrale informiert dann die Einsatzkräfte vor Ort.

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