Weselsdorf : Unfallträchtige Kreuzung

Die Kreuzung bei Weselsdorf – für Christian Geier und seine Kollegen im Verkehrsausschuss ein wichtiges Thema
Die Kreuzung bei Weselsdorf – für Christian Geier und seine Kollegen im Verkehrsausschuss ein wichtiges Thema

Knotenpunkt bei Weselsdorf im Blick von Ausschuss und Unfallkommission

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03. Dezember 2019, 05:00 Uhr

„Der fährt doch keine 60.“ Christian Geier steht an der Landesstraße 072 am Abzweig Weselsdorf, als zwei Autos und ein Transporter vorbeirauschen. „Viele Kraftfahrer halten sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.“

Der Knotenpunkt von L 07, L 072 und Kreisstraße war jetzt Thema im kreislichen Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr. Der Anlass war ein trauriger. Im November kam es an der Kreuzung zu einem Unfall, in dessen Folge ein Mensch starb. Nicht der erste Unfall an dieser Stelle. Es müsse etwas verändert werden. Geier: „Oder wie viele Schwerverletzte oder sogar Tote soll es noch geben?“ Der Ausschuss habe der Kreisverwaltung zwei Handlungsempfehlungen ausgesprochen. „Zum einen, dass in der Unfallkommission über den Fall gesprochen wird“, so Christian Geier (CDU). „Zum anderen, dass eine vermehrte Verkehrsüberwachung erfolgen sollte.“ Perspektivisch müsste auch baulich etwas verändert werden – da wäre dann vor allem das Land gefragt. Der Ausschussvorsitzende könnte sich einen Kreisverkehr vorstellen. „Genügend Platz wäre.“

Die Polizei bestätigt, dass es an der Kreuzung bei Weselsdorf in jüngerer Vergangenheit mehrere, zum Teil schwere Unfälle gegeben hat. 2018 wurden dort sechs Unfälle mit einem Schwerverletzten und drei Leichtverletzten registriert, wie Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, auf SVZ-Anfrage mitteilte. In diesem Jahr sind es bisher vier Unfälle mit insgesamt einer getöteten Person, einem Schwerverletzten und sechs Leichtverletzten.

Auf der heutigen Sitzung der Unfallkommission soll auch die Weselsdorfer Kreuzung kurz angesprochen werden, auch wenn sie (noch) kein offizieller Tagesordnungspunkt ist. „Die Kriterien für eine Unfallhäufung sind erfüllt“, sagte Andreas Steuck von der Straßenverkehrsbehörde. „Das Unfallgeschehen muss aber noch aufbereitet werden.“ Dieser Knoten sei ein gutes Beispiel, dass nur Schilder nicht immer helfen. Die Geschwindigkeit ist schon auf 60 heruntergesetzt, regelmäßig wird geblitzt – und trotzdem kracht es immer wieder.

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