Ludwigslust : „Und keiner sagt: Ich liebe dich“

Ludwigsluster Kunst- und Kulturverein Kukululu wird 2014 fünf Jahre alt / Aus diesem Anlass fünf Fragen zum Jubiläum an Astrid Kloock

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27. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Er ist eine Institution im gesellschaftlichen und vor allem im kulturellen Leben der Lindenstadt – der Ludwigsluster Kunst- und Kulturverein, kurz als „Kukululu“ bekannt. Und im nächsten Jahr kann der am 5. Februar 2009 gegründete Verein, dem derzeit knapp 50 Mitglieder aus Ludwigslust und Umgebung, aber auch aus Berlin, angehören, seinen fünften Geburtstag feiern. Grund genug für ein paar Fragen zum Jubiläumsjahrgang. Für das „Ludwigsluster Tageblatt“ unterhielt sich Jürgen Seidel mit Astrid Kloock, der 1. stellvertretenden Vorsitzenden, Geschäftsführerin und Pressesprecherin des Vereins, die übrigens nicht zuletzt selbst eine gebürtige Ludwigslusterin ist - also eine Eingeborene.
Fünf Jahre durchgehalten zu haben, das kann einen Verein schon zufrieden, froh und glücklich machen. Wann und wie wird der fünfte Geburtstag gefeiert? Der 5. Februar wird im nächsten Jahr ein Mittwoch sein.
Wir werden um dieses Geburtstagsdatum herum eine Ausschreibung für alle Mitglieder machen, die mit ihren kreativen Arbeiten in Wort, Bild und Ton oder was auch immer sie möchten zu einer Ausstellung im Jubiläumsjahr eingeladen sind. Jeder, der auf irgendeine Weise kreativ ist, der kann, darf und soll sich gewissermaßen nach Herzenslust im Oktober 2014 an unserer Vereinsausstellung „Fünf Jahre Kukululu“ beteiligen. Die offizielle Ausschreibung dafür geben wir, wie schon gesagt, im Februar nächsten Jahres heraus. Genug Zeit also, um aktiv und vor allem kreativ zu werden.
Stichworte aktiv und kreativ: Was steht insgesamt 2014 auf dem Jahresprogramm? Können wir schon ein bisschen verraten? Und worauf freut sich Astrid Kloock selbst am meisten?
Auf dem Jahresprogramm steht ganz oben wieder „Jazz in Lulu“, diesmal bereits Nr. 3. Allerdings wird es diesmal gewissermaßen erweiterten Jazz geben. Kukululu hat sich das Quartett „Csókolom“ eingeladen, welches transsylvanische Gipsy- und Fiddle-Musik spielen wird – also von Folklore bis Jazz. Dazu kommt die „Teufelgeigerin“ Anti von Klewitz. Und auch der Termin des Konzerts wird sich ein bisschen verschieben. Das Jazz-Konzert Nr. 3 findet nicht wie die beiden Vorgänger Ende August statt, sondern – mit Rücksicht auf die „Grevener Bluesnacht“ – erst im September 2014.

Ich freue mich ganz besonders, dass noch einmal und zwar inzwischen zum dritten Mal, die Liedermacherin Barbara Thalheim nach Ludwigslust kommt. Sie wird in der ersten Juni-Woche 2014 im Schloss-Café singen, und sie wird mit neuen Liedern zu uns kommen. Der Arbeitstitel für ihren Auftritt lautet „Und keiner sagt: Ich liebe dich“. Es empfiehlt sich, sich rechtzeitig um Karten zu kümmern. Und wir werden auch rechtzeitig mitteilen, ab wann und wo es die zu kaufen gibt.

Zudem wird es schon im Mai 2014 für Jung und Alt in der Lichthof-Galerie in unserem Rathaus auch wieder eine große Plakatausstellung geben. Wir zeigen dort die 40 besten Exponate der 6. Europäischen Plakatbiennale zum Thema „Junge Energie für Europa“. Der Arbeitstitel unserer Ausstellung heißt „Muss nur noch kurz die Welt retten“. Und natürlich stehen außerdem im „Gelben Salon“ wieder diverse Angebote unterschiedlicher Provenienz von der Grafik bis zur Bildhauerei auf dem Programm. Ganz persönlich freue ich mich auch auf die Ausstellung eines Kupferstechers, übrigens des einzigen seiner Zunft in Mecklenburg-Vorpommern, des Kupferstechers Claus Müller Schlön, der ursprünglich aus Leipzig stammt, aber seit 1981 in Mecklenburg lebt und arbeitet. Und zwar eben in Schloen in der Nähe von Waren (Müritz), daher auch sein Beiname. Claus Müller macht wirklich ganz verblüffende Arbeiten, er verknüpft Renaissance mit Gegenwart.
Schließlich will ich noch auf die sechs interessanten Veranstaltungen der Reihe „Literatur und Gesellschaft“ hinweisen, die im „Alten Forsthaus“, im Saal der Volkssolidarität, stattfinden. Zu unseren Gästen werden im nächsten Jahr unter anderen Ex-Ministerpräsident Dr. Bernd Seite, die niederdeutsche Autorin Susanne Bliemel sowie Jana Simon gehören, die Enkelin von Christa und Gerhard Wolf, die hier bei uns ihr Buch „Sei dennoch unverzagt“ über ihre Gespräche mit ihren Großeltern vorstellen wird. Die Veranstaltungsreihe „Literatur und Gesellschaft“ organisieren wir im Übrigen gemeinsam mit dem hiesigen Goethe-Gymnasium, und wir haben verabredet, dass die sechste und letzte Lesung von literaturinteressierten Goethe-Gymnasiasten bestritten wird. Entweder mit eigenen Texten oder auch mit Texten, die ihnen gefallen.
Kommen wir kurz auf ein anderes, nicht unwichtiges Thema zu sprechen: Immer wieder ist zumindest gerüchteweise von einem möglichen neuen Domizil für Kukululu die Rede. Gibt es da schon irgendwelche Neuigkeiten? Oder müssen sich Mitglieder, Freunde und Sympathisanten von Kukululu noch etwas gedulden?
Ja, es gibt gewisse Gerüchte. Und Gerüchte haben ja im Allgemeinen immer etwas für sich und auch etwas gegen sich. Gerüchte sind aber noch keine konkreten Aussagen. Es könnte aber durchaus sein, so möchte ich jetzt mal etwas vorsichtig formulieren, dass es zu diesem Thema im Jubiläumsjahr für Kukululu eine Überraschung gibt.
Zu den mehr oder weniger ungeschriebenen Gesetzen von Journalisten gehört es, an dritter oder spätestens an vierter Stelle nach dem Geld zu fragen. Kukululu hat in jedem Jahr ein ebenso attraktives wie ehrgeiziges und umfangreiches Programm zu bieten. Wer bezahlt das eigentlich alles? Wie finanziert sich Kukululu? Auch mit Unterstützung der Stadt? Immerhin ist auch Bürgermeister Reinhard Mach Vereinsmitglied.
Das Programm und seine Realisierung vollziehen sich zum einen durch viele, viele ehrenamtliche Leistungen. Es gibt einen engeren Kern und einen weiteren Kreis von Mitgliedern, die wirklich außerordentlich viel tun. Aber natürlich erfreut sich Kukululu auch einer großen Unterstützung der Stadt Ludwigslust, für die ich mich bei dieser Gelegenheit noch einmal offiziell und öffentlich bedanken möchte.

Diese städtische Unterstützung findet sowohl ideell als auch finanziell statt. Das gilt ebenso für den Landkreis. Und auch die Unterstützung durch die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin spielt eine sehr große Rolle, ohne deren Hilfe zum Beispiel unser Jazz-Projekt nicht zu realisieren wäre. Außerdem freuen wir uns sehr über einige private Sponsoren aus Ludwigslust selbst, die uns mit viel Freundlichkeit und teils beträchtlichen Geldern unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel zwei Ludwigsluster Medizinerinnen. Sie sorgen in gewisser Weise für die Gesundheit unseres Vereins.
Nochmals zurück zum Programm 2014 und zu einer Schlussfrage: Was ist und wann findet die erste Veranstaltung des neuen Jahres statt?
Unsere erste Veranstaltung 2014 ist für den März des nächsten Jahres geplant. Wir eröffnen das Jubiläumsjahr im „Gelben Salon“ in der Schloßstraße 29 mit einer Kabinettausstellung von Klaus-Dieter Steinberg aus Wismar, der digitale Grafik zeigt – eine ganz spannende Ausstellung wird das werden. Sehr sehenswert.
Das „Ludwigsluster Tageblatt“ dankt Kukululu für dieses freundlich-informative Gespräch zum Jubiläumsjahrgang 2014, für den die Redaktion viel Erfolg und vor allem viele Besucher und manche neue Mitglieder wünscht.
(Weitere Informationen im Internet unter: www.kukululu.de)

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