Neustadt-Glewe : Und auch die „Schlacht“ gehört dazu

Zum Burgfest gibt es traditionell auch die „Schlacht“, bei der garantiert kein Blut fließt.
Foto:
1 von 2
Zum Burgfest gibt es traditionell auch die „Schlacht“, bei der garantiert kein Blut fließt.

Neustadt-Glewes Bürgermeisterin Doreen Radelow zu Zielen und Vorhaben in der Stadt im neuen Jahr

von
04. Januar 2018, 05:00 Uhr

„Für unsere Stadt ist es ein guter Start in das neue Jahr“, freut sich Neustadt-Glewes Bürgermeisterin Doreen Radelow (SPD). „Erstmals seit langer Zeit haben wir zu Jahresbeginn einen bereits bestätigten Haushalt, der zudem nicht genehmigungspflichtig ist. Wir können stolz darauf sein, dass Verwaltung und Politik dies gemeinsam geschafft haben.“

Ein Fakt, der sich auf viele Bereiche des Lebens in der Stadt auswirkt. Beispielsweise auch darauf, dass nun am 27. Januar im Burgrestaurant die Wahl des Burgfräuleins stattfinden kann. „Dies ist eine freiwillige Leistung der Stadt. Deshalb hätte die Veranstaltung ohne bestätigten Haushalt nicht stattfinden können“, so Doreen Radelow.

Auch hinsichtlich des Flurneuordnungsverfahrens „Zentrallewitz“ blickt die Bürgermeisterin optimistisch ins neue Jahr. Im Dezember nämlich fasste die Stadtvertretung den Beschluss, dass Neustadt-Glewe den zehnprozentigen Eigenanteil der Baumaßnahmen am Fahrbinder Damm übernimmt. Zudem gebe es die Zusage des Gutes Lewitz, unter bestimmten Bedingungen den Eigenanteil der Baumaßnahme „Dreenkrögener Damm“ zu übernehmen.

Hintergrund: Im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens „Zentrallewitz“ sollen unter anderem die vorhandenen Grundstücke neu vermessen werden. Innerhalb des Verfahrens gibt es einen Maßnahmekatalog, laut dessen Fördermittel in die Sanierung von Straßen und Brücken fließen. Hier sollen private Grundstückseigentümer einen Eigenanteil übernehmen. Doreen Radelow: „Mit dem Beschluss der Stadt zum Fahrbinder Damm und der Zusage des Guts Lewitz zum Dreenkrögener Damm sind die beiden größten Brocken praktisch abgesichert. Dadurch reduziert sich der Betrag, der durch die Teilnehmergemeinschaft (private Grundstückseigentümer – d. Red.) übernommen werden muss, nicht unerheblich. Jetzt kommt es darauf an, wie sich die Teilnehmergemeinschaft verhält.“

Im vergangenen Frühjahr begann die Sanierung des „schiefen“ Hauses in der Breitscheidstraße am Markt. „Die Sanierung soll im Frühjahr abgeschlossen werden“, sagt die Bürgermeisterin, die von ihrem Büro aus auf besagtes Fachwerkhaus blickt. „Es bleibt zwar etwas schief“, schmunzelt sie, „aber ein unschöner Fleck im Stadtbild wurde beseitigt und bis auf wenige Stellen ist unser Marktplatz wieder schmucker geworden.“

Weniger schmuck indes ist die fast nebenan beginnende Schweriner Straße, deren Ausbau in diesem Jahr endlich in Angriff genommen werden soll, wie Doreen Radelow sagt.

Ein weiteres Ziel für 2018 bestehe in der Stadt darin, dass Umlegungsverfahren im Eigenheimgebiet „Kuhdrift“ abzuschließen. In einem solchen Verfahren werden Grundstücksflächen so getauscht, dass Flächen für eine bauliche Nutzung entstehen.

Freuen können sich in diesem Jahr Nutzer von Elektrofahrzeugen. „Wir planen die Errichtung von zwei Elektrotankstellen“, kündigt Doreen Radelow an. „Eine ist auf dem Parkplatz vor der Burg vorgesehen, die andere hinter dem Rathaus.“ Außerdem ist auf dem Parkplatz an der Schleuse eine Ladestation geplant. Hier könnten sich dann auch Besitzer von Wohnmobilen, die länger in der Stadt verweilen möchten, mit Strom versorgen.

Nicht erst seit gestern ist der gegenwärtige Zustand der Turnhalle in Neustadt-Glewe ein Ärgernis. Eine Machbarkeitsstudie soll nun bis Sommer aufzeigen, was mit dem Gebäude passieren könnte: Sanierung, Um- oder Anbau oder sogar ein Neubau? „Bei einer Entscheidung müssen dann die jeweiligen Anforderungen beachtet werden, die Schulsport, Vereine und Verbände an die Nutzung stellen“, so die Bürgermeisterin. Denn die Turnhalle wird traditionell nicht nur für den Sport, sondern eben auch für Veranstaltungen genutzt.

Angeschoben werden soll laut Bürgermeisterin auch eine entsprechende Machbarkeitsstudie hinsichtlich von Grundschule und Hort. „Die Geburtenzahlen steigen nach gegenwärtigem Stand und Schule wie Hort erreichen ihre Kapazitätsgrenzen“, sagt Doreen Radelow.

Am Herzen liegt ihr auch der Breitbandausbau für die derzeit noch unterversorgten Gebiete der Stadt, darunter auch die Ortsteile. Der Landkreis habe hier für das Amt Neustadt-Glewe den entsprechenden Antrag gestellt.

Und was wünscht sich die Bürgermeisterin sonst noch für ihre Stadt? „Dass die BurgArt und das Burgfest wieder tolle Veranstaltungen werden.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen