Neustadt-Glewe : „Unabhängig in Entscheidungen“

Manuel Poddey tritt zur Bürgermeisterwahl an.
Manuel Poddey tritt zur Bürgermeisterwahl an.

Manuel Poddey tritt zur Bürgermeisterwahl am 12. Juli 2015 in Neustadt-Glewe an

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11. Juni 2015, 07:00 Uhr

Manuel Poddey tritt am 12. Juli 2015 zur Bürgermeisterwahl in Neustadt-Glewe an. Er ist Einzelbewerber, wird nach eigenen Angaben von keiner Partei unterstützt. Der 36-jährige gebürtige Neustädter erlernte nach Abschluss der 10. Klasse den Beruf eines Konstruktionsmechanikers, arbeitete später als Schlosser und Dachdecker. Seit 2008 ist Manuel Poddey selbstständiger Raumausstatter. Er wohnt mit Ehefrau und sechs Kindern im Ortsteil Hohewisch. Der jüngste Nachwuchs ist übrigens ein einjähriges Zwillingspaar – zwei Jungen.

Bereits bei der letzten Bürgermeisterwahl in Neustadt-Glewe trat Poddey als Kandidat an, unterlag seinem damaligen Konkurrenten Arne Kröger deutlich. Trotzdem stellt er sich im Juli erneut den Wählerinnen und Wählern. „Ich möchte politisch etwas verändern in der Stadt“, erklärt Poddey. „Hier sind viele Dinge passiert, die nicht im Sinne der Bürger sind. Ich möchte mich für mehr Mitbestimmung der Bevölkerung einsetzen, den Leuten Alternativen aufzeigen.“

Auf seine frühere Mitgliedschaft in der NPD angesprochen, bestätigt Manuel Poddey, dass er 2006 bei der Landtagswahl für diese Partei als Kandidat angetreten war. Er sei bis 2008 Mitglied der NPD gewesen. „Ich bin damals aus persönlichen Gründen aus der Partei ausgetreten“, sagt Poddey und ergänzt etwas nebulös: „Es gab Dinge, die mir nicht so gefallen haben.“

Seine eigene politische Grundeinstellung beschreibt Poddey so: „Ich tendiere nach Mitte-Rechts. Die politische Situation verändert sich. Ich lebe jetzt und nicht in der Vergangenheit. Ich bin kein Neonazi.“

Auf die Frage, was ihn aus seiner Sicht befähigt, in Neustadt-Glewe Bürgermeister zu werden, meint Poddey: „Durch meine selbstständige Tätigkeit kenne ich mich im Verwaltungs- und im Rechnungswesen aus. Auch in der Menschenführung habe ich Erfahrung, leitete beim Neubau eines größeren Gebäudes in Dänemark eine Gruppe von Arbeitern.“

Manuel Poddey gehört nach eigenen Angaben heute weder einer Partei noch Vereinen oder Organisationen an. „Dafür fehlt mir die Zeit, ich konzentriere mich ganz auf meine Arbeit.“ Bei einer Wahl zum Bürgermeister wolle er sein selbstständiges Gewerbe ruhen lassen. Durch keine Partei oder Gruppierung im Wahlkampf unterstützt zu werden, sieht er nicht unbedingt als Nachteil. „Man ist unabhängig hinsichtlich künftiger Entscheidungen und nicht beeinflussbar durch Leute, von denen man möglicherweise gefördert wurde“, so Manuel Poddey.

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