Milow : Über 2200 Radweg-Unterstützer

Zahl der Unterzeichner der Petition für Änderung der A 14-Brückenplanung zwischen Grabow und Lenzen wächst weiter

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21. April 2015, 07:00 Uhr

2209 Unterschriften für die Anlage des Radwegteils als ersten Schritt auf der in Kürze zu bauenden Brücke über die Autobahn A 14 zwischen Grabow und Lenzen! Nie im Leben hätte Initiator Tom Winter aus Milow mit so einer großen Resonanz gerechnet. Als SVZ am 21. März zum ersten Mal über die Petition informierte, waren es 1159 Bürger gewesen, die sich mit dem Anliegen identifizieren. Innerhalb von vier Wochen kamen also noch einmal rund 1000 Unterschriften hinzu. Die Unterstützer kommen sowohl aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim als auch aus dem brandenburgischen Nachbarkreis Prignitz.

Tom Winter nennt das Ergebnis zu Recht einen tollen Erfolg. „Es steckt viel Arbeit darin“, bekennt er und blättert in dem dicken Ordner mit den Unterschriftenlisten. „Aber wenn es dann von einem solchen Erfolg gekrönt ist, hat sich der Aufwand wenigstens gelohnt“, sagt der Milower. Zustimmung kommt auch von Brandenburger Seite. Lenzens Bürgermeister Johann Christian Steinkopf hat sich in einem Radiobeitrag auf Antenne Brandenburg für das Radweg-Projekt ausgesprochen und bereits mitgeteilt, dass auf der Seite des Nachbarlandes der Radweg zu Ende geführt werde, wenn Mecklenburg-Vorpommern baut. Sein Grabower Amtskollege Stefan Sternberg hat gestern gegenüber SVZ noch einmal alle Unterstützung des Amtes Grabow bekräftigt.

Indessen weiß Tom Winter, dass damit erst ein Schritt gegangen ist. Ein Termin bei Infrastrukturminister Christian Pegel in Schwerin ist angefragt, um die Unterschriftenlisten zu übergeben.

Darüber hinaus hat der Milower SVZ einen offenen Brief übergeben, den auch Minister Pegel erhält. „Der Radweg entlang der Landesstraße L 08 zwischen Grabow und Lenzen ist im Radwegekonzept enthalten und soll zeitnah realisiert werden. Die kürzlich restaurierte Brücke über den Meynbach enthält bereits den separaten Radwegteil. Weitere Baumaßnahmen in Vorbereitung auf den Radweg sind bereits abgeschlossen“, erinnert Winter den Minister. Weshalb also die zu bauende Autobahnbrücke keinen Radweg enthalten soll, das erschließt sich über 2000 Bürgern inzwischen nicht. „Und es werden täglich mehr!“, bestätigt Tom Winter. „Es wäre um ein Vielfaches teurer, erst zu einem späteren Zeitpunkt einen abgetrennten Radwegteil neben die dann zu enge Brücke anzubauen“, heißt es in dem Brief.

Die Petition, die ursprünglich nur bis zum 16. April zur Unterschrift bereit lag, ist inzwischen um 30 Tage verlängert worden.

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