Ludwigslust : Tunnelbauprojekt soll 2021 starten

Jens Gröger erklärt die Bauplanung für den Ausbau der Neustädter Straße zwischen Paschenstraße und Bahnanlagen.
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Jens Gröger erklärt die Bauplanung für den Ausbau der Neustädter Straße zwischen Paschenstraße und Bahnanlagen.

Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach hatte zur Einwohnerversammlung in Rathaussaal eingeladen. Nur zehn Interessierte kamen

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18. Dezember 2017, 20:00 Uhr

Bürgermeister Reinhard Mach hatte zur Einwohnerversammlung in den Rathaussaal eingeladen: Schade, dass nur zehn interessierte Ludwigsluster dieser Einladung gefolgt waren. Aber diejenigen, die gekommen waren, erfuhren unter anderem viel Neues und Wissenswertes über die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes mit Blick auf den geplanten Tunnelbau.

Bürgermeister Reinhard Mach und Jens Gröger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Tiefbau, nahmen sich an diesem Abend dafür gut zwei Stunden Zeit. Was die Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes im Herbst 2017 betrifft, brachte Jens Gröger die Anwesenden mit einem kurzweiligen Vortrag auf den neuesten Stand, stellte Zahlen der Verkehrsanalyse mit und ohne Tunnel gegeneinander. „Die Verkehrsanalyse mit Tunnel kommt zum Ergebnis, dass die Unterführung auf große Teile des restlichen Stadtgebietes keine unmittelbaren Auswirkungen hat“, so Jens Gröger. Es entstehe kein Durchgangsverkehr durch die Innenstadt. „Es kommt stattdessen zu einer besseren, gleichmäßigeren Verteilung des Verkehrs.“ Optimalere Erreichbarkeit des Bahnhofsviertels und der neuen Pendlerparkplätze – die neue P&R-Anlage hat 184 Stellplätze – und eine schnellere Erreichbarkeit des nördlichen Stadtgebietes, was ganz wichtig für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge ist, die zum Stift wollen, sind weitere Pluspunkte.

 

Im Zuge der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes soll die Fahrbahnbreite 6,50 Meter betragen, eine Fußgängerampel südlich des Empfangsgebäudes ist vorgesehen. Ebenso ein einseitiger Radweg im neuen Tunnel, der beidseitig benutzbar ist. Der Gehweg hat eine komfortable Breite. Der Rückbau des Fußgängertunnels wird vorgenommen.

Die Tunnellänge liegt bei rund 70 Metern, geplant sind barrierefreie Zugänge der Bahnsteige, die Nebenanlagen liegen deutlich höher als die Fahrbahn.

„Als Aufgabenstellung steht, dass der Öffentliche Personennahverkehr jederzeit an die Infrastruktur angebunden sein muss, unter Einbeziehung des vorhandenen ZOB. Konkret ergibt sich daraus für die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP) die Einrichtung von sieben Bushaltestellen und vier Buswartebereichen. Der Bahnhofsvorplatz soll sich als ein Mix aus Aufenthaltsfunktion und Taxi- und Kurzzeitstellplätzen präsentieren“, so Fachbereichsleiter Jens Gröger.

Mit der Vorplanung für die Straße wurde im Mai 2016 begonnen, im September 2016 begann die Vorplanung für die Ingenieur-Bauwerke. Ende April bestätigte die Stadt die Vorplanung. Die Entwurfsplanungen für die Straße und die Ingenieur-Bauwerke beginnen laut Zeitplan ab dem 4. Quartal. Die Genehmigungsplanung und der Planfeststellungsbeschluss sollen dann 2019/2020 vorliegen.

„Ausschreibung und Vergabe des Projekts sollen im 2. Quartal 2020 erfolgen“, ergänzt Fachbereichsleiter Jens Gröger. Mit der Ausarbeitung der Ausführungsplanung soll dann im 3. Quartal begonnen werden.

Wenn alles bis dahin reibungslos läuft, könnte dann im Jahre 2021 Baubeginn sein. Das voraussichtliche Bauende für dieses Großprojekt ist für 2025 vorgesehen. Die Kosten liegen aktuell bei 36 Millionen Euro. „12 Millionen beträgt der Anteil der Stadt. Wir hoffen auf 60 Prozent Förderung vom Land“, sagt Bürgermeister Mach.

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