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M.U.K.A.-Project im Mehrgenerationenhaus in Ludwigslust : Trommelklang und Theater im Zebef

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Der Klang von Trommeln hallt durch das Mehrgenerationenhaus Zebef in Ludwigslust und der Rhythmus ist auch noch auf dem angrenzenden Parkplatz zu hören. Am Sonntag fand hier ein Trommelworkshop statt.

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erstellt am 14.Okt.2012 | 06:11 Uhr

Ludwigslust | Der Klang von Trommeln hallt durch den Flur des Mehrgenerationenhauses Zebef am Alexandrinenplatz in Ludwigslust und der Rhythmus der Musik ist auch noch auf dem angrenzenden Parkplatz zu hören. Am gestrigen Sonntag fand hier in der Zeit von 9 bis 12 Uhr ein Trommelworkshop statt.

Gäste aus Südafrika waren der Einladung des Zebef e.V. gefolgt, hatten hier drei Tage lang in Ludwigslust Station gemacht und ihr M.U.K.A.-Project - Tanz, Theater und Musik aus Südafrika - vorgestellt. Und die Workshop-Teilnehmer verfolgten gestern aufmerksam, was ihnen Zoo, ein junger Südafrikaner, vermittelte. Er erläuterte den Teilnehmern, welche Art Trommeln es gibt, dass diese nicht nur für die Musik, sondern auch für die Nachrichtenübertragung eine Rolle spielen. Er gab den Takt vor, übte mit den Teilnehmern erste Schritte im Umgang mit diesem auf dem afrikanischen Kontinent traditionellen Musikinstrument.

Mit ihrem M.U.K.A.-Project, das seit September 2012 in Deutschland mit der KinderKulturKarawane unterwegs ist, machten die Südafrikaner am Wochenende auch in der Barockstadt Ludwigslust Station. Die KinderKulturKarawane 2012 ist ein Projekt vom Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH Hamburg, von Terra Nostra e.V. Bremen und Equalita e.V. Köln.

"Seit Freitagabend sind die Südafrikaner hier und haben das Theaterstück ,Not yet uhuru - Noch nicht frei’ aufgeführt", war gestern Vormittag im Gespräch mit Dirk Köhn, Projektleiter Soziokultur im Zebef, Zentrum für Bildung, Erholung und Freizeit e.V., zu hören. Das M.U.K.A.-Project kam mit acht Akteuren aus Johannesburg nach Ludwigslust. M.U.K.A. steht für "Most United Knowledgeable Artists: Straßenkinder schlossen sich zusammen, um in Inszenierungen ihre Erfahrungen zu verarbeiten. Das Projekt besteht seit 1995 und hat seither viele Anhänger gefunden, die immer neue Inszenierungen gestalten. "Sie beschäftigen sich mit den Themen, die sie am meisten bewegen, sie gehen in Johannesburg, ihrer Heimat, auf Recherche und verarbeiten das Erlebte und die Ergebnisse in einem Theaterstück." Und das mit großem Erfolg, für ihre Aufführungen wurden die Südafrikaner, die zu Beginn ihrer Karriere für rund drei Monate durch die USA getourt sind, schon mehrfach prämiert.

"Über Flyer sind wir auf das M.U.K.A.-Projekt aufmerksam geworden und so kam uns die Idee, die Truppe, die aktuell aus vier Mädchen und vier Jungen im Alter zwischen 14 und 34 Jahren besteht, zu uns nach Ludwigslust einzuladen. Zur Theateraufführung waren 15 Leute gekommen, im Anschluss daran gab es noch eine Diskussion zu dem Stück", so Dirk Köhn. Mit der Musik- und Tanzperformance "Trends of Africa" hat es die Gruppe in diesem Jahr bereits mehrfach geschafft, das Publikum jeden Alters in Deutschland zu begeistern.

Im Anschluss an den Auftritt hier in Ludwigslust reisen sie nach Bielefeld weiter, werden etwa noch eine Woche in Deutschland bleiben, ehe es dann Ende Oktober nach Bulgarien geht, wo sie ihre Europatornee ausklingen lassen. "Wir werden sie auch im nächsten Jahr wieder zu uns einladen", ergänzte Fabian Vogel, der Geschäftsführer des Zebef, der dieses M.U.K.A.-Project bereits aus Berlin kannte. "Der Besuch bei uns in diesem Jahr ist der Anstoß, eine Kooperation für die Zukunft zu beginnen."

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