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Gross Laasch : Treffen mit Investor fest eingeplant

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Energiekontor AG plant einen Windpark in Groß Laasch / Sitzung des Regionalen Planungsverbandes am 28. Januar in Schwerin

von
erstellt am 04.Jan.2015 | 19:00 Uhr

Mit Spannung sehen auch die Einwohner der Gemeinde Groß Laasch der Sitzung des Regionalen Planungsverbandes Westmecklenburg am 28. Januar 2015 entgegen. Auf der Tagesordnung stehen die Beratung und Beschlussfassung der Kriterien für die Ausweisung der Eignungsgebiete für Windkraftanlagen. Dieses Thema hat im vergangenen Jahr auch in Groß Laasch auf vielen Beratungen und Zusammenkünften eine Rolle gespielt, zuletzt gab es dazu im Oktober 2014 von Fachleuten der Energiekontor AG mit Sitz in Bernau bei Berlin Auskünfte zu diesem brisanten Thema.

Die Energiekontor AG plant den Bau eines Windparks in Groß Laasch und hatte aus diesem Anlass erneut interessierte Bürger und Gemeindevertreter zum Informationsgespräch eingeladen. Dabei konnten sich die Besucher über den aktuellen Planungsstand informieren und sich zum Windpark äußern. „Schade, dass nur rund 100 Interessierte den Weg zu dieser Veranstaltung gefunden haben“, so Bürgermeister Markus Lau. „Es wäre für alle eine gute Gelegenheit gewesen, sich über das Vorhaben der Firma Energiekontor ein umfassendes Bild zu machen“, erklärte er im Gespräch mit der SVZ. An diesem Abend machte natürlich die Energiekontor AG für ihren Windpark Werbung, mit dem Ziel, der Gemeinde entsprechende Angebote zu unterbreiten. „Wir bauen seit mehr als zwanzig Jahren Windparks in ganz Deutschland“, so Thilo Muthke von Energiekontor. „Dabei legen wir besonderen Wert darauf, die Menschen vor Ort frühzeitig einzubeziehen und gemeinsam mit Bürgern und Kommunen die Energiewende voran zu treiben.“

Die Energiekontor AG plant den Bau des Windparks bei Groß Laasch auf einer Fläche zwischen der B191 und dem neuen Abschnitt der A 14. Der Regionale Planungsverband Westmecklenburg sieht dort ebenso wie Energiekontor für Windenergie potenziell geeignete Flächen. Die Energiekontor AG entwickelt aktuell auf einer Fläche von 190 Hektar die Planung für 10 bis 14 Windenergieanlagen.

„Der Standort ist sehr gut für einen Windpark geeignet“, so Thilo Muthke. „Unser Ziel ist es, bei Windparks den Eingriff in die Landschaft so gering wie möglich zu halten. Der ausreichende Abstand zu benachbarten Wohnsiedlungen ist bei dem ausgewiesenen Standort gegeben. Außerdem wollen wir die regionale Wertschöpfung vor Ort stärken.“ Die Region soll durch die Pachteinnahmen der Grundstückseigentümer, zu denen auch die Gemeinde zählt, sowie Aufträge für lokale Handwerksunternehmen und Dienstleister profitieren. Weiterhin ist eine Unterstützung von gemeinnützigen Institutionen, z.B. im Rahmen von Stiftungsmodellen, möglich.

„Die Bürger, die Gemeinde und lokale Unternehmen haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Bürgerwindparks auch direkt zu beteiligen“, so Thilo Muthke.

Dabei können die Bewohner von Groß Laasch und Umgebung anteilig bis zu einem zu bestimmenden Prozentsatz Windenergieanlagen im Park selbst finanzieren und nach Fertigstellung übernehmen. Sie werden somit zum Betreiber von Anlagen und profitieren direkt von den Erträgen des Parks. Die Energiekontor AG bietet Unterstützung und Beratung für diese Möglichkeit der Übernahme von Anlagen an.

Der Regionale Planungsverband wird auf seiner Sitzung am 28. Januar aus Sicht von Bürgermeister Markus Lau darüber entscheiden, inwieweit die Flächen, die noch nicht ausgewiesen sind, zu den Windparkeignungsflächen hinzuzufügen sind. „Bei uns ist es das Gebiet von Groß Laasch in Richtung Weselsdorf und dabei handelt es sich um große Ackerflächen. Die Gemeinde Groß Laasch verfügt dabei aber über die wenigsten Flächen, meist befindet sich das Land in Privatbesitz. „Obwohl Energiekontor auf verschiedenen Veranstaltungen schon massiv um den Windpark geworben hatte und ein Konzept angeboten hat, das allen, auch der Kommune entgegenkommt, haben wir uns als Gemeinde noch bedeckt gehalten“, so der Bürgermeister.

„Im Vorfeld, bevor überhaupt eine Entscheidung getroffen ist, wäre es für uns als Gemeinde schwierig gewesen, wenn wir uns dagegen gestellt hätten. Wenn wir nun bald Klarheit haben, wie der Planungsverband entschieden hat, ist es für uns einfacher“, meint Markus Lau und ergänzt: „Wir wollen uns jetzt zu Jahresbeginn noch mal mit Vertretern der Energiekontor AG zusammensetzen.“




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