Träume, Märchen und Visionen

Die Motive faszinieren die Gäste der Vernissage, zu denen auch befreundete Malerinnen und Kunstfreunde von Heinke-Elisa Brauns zählen.
1 von 3
Die Motive faszinieren die Gäste der Vernissage, zu denen auch befreundete Malerinnen und Kunstfreunde von Heinke-Elisa Brauns zählen.

Ausstellung mit Ölbildern von Malerin Heinke-Elisa Brauns im Foyer des Landratsamtes in Ludwigslust eröffnet

von
10. März 2016, 17:00 Uhr

Ihre Bilder haben etwas Magisches, Mystisches, sie führen den Betrachter in eine Welt voller Fantasie und zauberhafter Mythologie - dahinter verbirgt sich die Künstlerin Heinke-Elisa Brauns. Eine Auswahl ihrer Werke unter dem Motto „Träume, Märchen und Visionen“ ist im Foyer der Kreisverwaltung Ludwigslust-Parchim in der Garnisonsstraße 1 bis zum 31. März zu sehen. Die Malerin Heinke-Elisa Brauns lebt, arbeitet und malt seit einigen Jahren in Hof Hagen bei Goldberg. Neben dem Malen ist auch das Schreiben und Töpfern für sie ein wichtiges Ausdrucksmittel. Alles, was sich in ihrem inneren Fühlen und Denken aufbaut, will heraus und in Gestalt gebracht werden, wie es auch von Rainer Pekram, Fachdienstleiter Bildung, Kultur und Sport des Landkreises Ludwigslust-Parchim, in seinen einleitenden Worten bei der Vernissage am Mittwochabend zu hören war. „Ich bin begeistert und empfinde ganz große Freude, hier auszustellen“, so Heinke-Elisa Brauns. Die vitale Frau, Jahrgang 1943, strahlt Lebensfreude, Energie und und Tatendrang aus. In den vergangenen Jahrzehnten entstanden Erzählungen, Texte, Märchen und Bilder. So nennt sie ihren Malstil Fantastischer Realismus. „Malen ist für mich so wichtig, wie essen und trinken. Wenn ich nicht malen kann, geht es mir richtig schlecht“, sagt sie selbst über sich. „Innerlich male ich immer. Ich möchte Unsichtbares sichtbar machen und eine Brücke zwischen Unvorstellbarem und der Realität schaffen. Jedes Bild ist ein Stück von meiner Seele.“

Und sie hat sich sehr gefreut, dass zur Ausstellungseröffnung im Foyer des Landratsamtes auch drei Malerinnen gekommen waren, mit denen sie seit langem bekannt und befreundet ist. „Wir alle erleben nur einen kurzen Abschnitt der Realität, von Unendlichkeit zu Unendlichkeit. Jeder hat seinen Platz, seine Bestimmung. Deshalb möchte ich alle ermuntern: Macht, was ihr machen wollt, lebt, liebt und fühlt und bringt die Gefühle auch anderen entgegen.“

Die im Landratsamt ausgestellten Ölbilder von Heinke-Elisa Brauns zeigen träumerische Märchen-Landschaften: Wölfe, Monde, Einhörner und Frauen, deren Haare sich in Strahlen zu verlaufen scheinen. Fließende Bewegungen ziehen den Betrachter in das Bild. Starke Kontraste von sattem Königsblau zu hellem, leuchtendem Gelborange faszinieren das Auge. „Ich male sehr altmodisch, in der Manier der alten Meister. Die Bilder in mir sind alle schon fertig, ich träume sie. Und manchmal arbeite ich an mehreren Bildern gleichzeitig.“

In mehr als 200 Ausstellungen im deutschen Raum und europäischen Ausland hat Heinke-Elisa Brauns ihre fantasievollen Ölgemälde schon präsentiert. In Spanien, Schweden oder Tschechien stellte sie ihre kontrastreichen Werke aus. Ihr Name ist in der Kunstszene bekannt. Doch seit gut zweieinhalb Jahren hat Heinke-Elisa Brauns keine Ausstellung mehr vorbereitet - aus privaten Gründen, da ihre Tochter schwer erkrankte und sich drei Herz-Operationen unterziehen musste. Aber Heinke-Elisa Brauns ist nicht nur Malerin aus Leidenschaft, sie schreibt auch Märchen, die beim Malen ihrer Bilder entstehen. Sie braucht die Öffentlichkeit, sie braucht den Dialog mit dem kunstinteressierten Publikum. Das ist ihr Leben.

Und dass sie auch heute noch lebt und noch an teilweise riesigen Leinwänden von bis zu drei Metern arbeiten kann, grenzt an ein Wunder und für sie ist ein großes Geschenk Gottes.

Sie hat noch viel vor, sie möchte 100 Jahre alt werden. „Ich möchte noch viele Bilder malen. Das ist meine Passion und daran möchte ich auch vile Menschen teilhaben lassen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen