wöbbelin : Traditionen auf der Spur

Schulleiterin Jana Podlipnik (Bildmitte) zeigt Karin und Heinz Höppner die Ausstellung. Fotos: andreas münchow
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Schulleiterin Jana Podlipnik (Bildmitte) zeigt Karin und Heinz Höppner die Ausstellung. Fotos: andreas münchow

Schüler präsentieren vor Wahlraum in Wöbbelin Forschungsergebnisse zur Dorfgeschichte / Fest der Generationen zum Körner-Geburtstag

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24. September 2017, 20:00 Uhr

Karin und Heinz Höppner hatten gestern Morgen gerade ihre Stimme im Wahllokal in der Wöbbeliner Grundschule abgegeben, da nutzten sie noch schnell die Gelegenheit zu einem Ausstellungsbesuch. Im Foyer der Schule stellen Schüler der vierten Klasse nämlich seit Sonntag erste Ergebnisse eines neuen Forschungsprojekts vor. Die Kinder waren in den vergangenen Wochen auf Spurensuche nach Traditionen ihres Dorfes gegangen, führten Interviews mit Einwohnern, spürten alte Fotos und Dokumente auf, stöberten dafür im Archiv der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin. Schulleiterin Jana Podlipnik, die das Projekt gemeinsam mit Klassenleiterin Margrit Siwik betreut, erläuterte Höppners und allen anderen Einwohnern, die sich nach Abgabe ihrer Stimme die Dokumente anschauten, die Ausstellung. Karin Höppner: „Eigentlich muss ich ja noch Kuchen backen, aber das hier ist so interessant. Der Kuchen kann noch ein bisschen warten“, schmunzelte sie und blätterte gleich noch in einer Schulchronik aus den 1960-er und 70-er Jahren.

Erstmals wurde die Ausstellung am Sonnabend beim Körnerfest der Generationen auf dem Sportplatz gezeigt. „Wir wollen möglichst vielen Wöbbelinern die Chance geben, die Ausstellung zu sehen, auch denen, die beim Fest nicht dabei sind. Deshalb wird sie am Sonntag vor dem Wahlraum zu sehen sein“, sagte Ramona Ramsenthaler, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin, schon am Sonnabend. In der Schule wird die Ausstellung vorerst auch weiter gezeigt. Jana Podlipnik betont, dass die Forschungen für die Ausstellung fortgesetzt werden mit Blick auf das 685-jährige Dorfjubiläum 2018.

Das Fest am Sonnabend anlässlich des 226. Geburtstages von Theodor Körner stand unter dem Motto „Geschichte erfahren – Traditionen weitergeben – Generationen verbinden. Organisiert wurde es von der Gemeinde, den Mahn- und Gedenkstätten sowie dem Schulverein. Bürgermeisterin Viola Tonn: „Wir wollen künftig auch durch solche Veranstaltungen wieder jüngere und ältere Einwohner näher zusammenbringen. Diesem Ziel diente das Fest. Ob beim Volley- und Fußball, Sackhüpfen, Eierlauf oder Wasserglas-Geschicklichkeitslauf – überall „kämpften“ gemischte Teams um den Sieg und hatten vor allem Spaß. Gleiches galt für die Workshops Trommeln und Line Dance. Natürlich wurde auch gesungen und getanzt. Für die kleineren Besucher gab es noch eine besondere Überraschung: Schülerin Charlotte lud Mädchen und Jungen zum Ponyreiten mit ihrem Pferd Marco ein.

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