Ludwigslust : Touristen länger halten

Aktiv in der Region: Harry Baase aus Kummer ist viel mit dem Fahrrad unterwegs. Von Reinhard Mach, Henrik Wegner und Doreen Radelow erhielt er eines der ersten Exemplare des Aktiv-Atlas’.
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Aktiv in der Region: Harry Baase aus Kummer ist viel mit dem Fahrrad unterwegs. Von Reinhard Mach, Henrik Wegner und Doreen Radelow erhielt er eines der ersten Exemplare des Aktiv-Atlas’.

Neuer Aktiv-Atlas für die Region Grabow, Ludwigslust, Neustadt-Glewe gibt Tipps für Ferien zu Rad, zu Fuß und hoch zu Ross

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03. Juli 2019, 12:00 Uhr

Das Ziel ist klar. „Einige Orte hat man nach zwei Tagen abgegrast. Wir aber wollen Touristen länger hier halten“, sagt Doreen Radelow, Bürgermeisterin von Neustadt-Glewe. Dabei soll der Aktiv-Atlas für die Region Grabow, Ludwigslust, Neustadt-Glewe helfen, der gerade erschienen ist. Er gibt Tipps fürs Wandern, Rad- und Quadfahren, fürs Erkunden von Schloss und Burg und anderes mehr.

Der Aktiv-Atlas ist eine gemeinsame Sache der drei Städte, die unter der Bezeichnung „Dreiecksgeschichte“ kooperieren.

Die Idee für den Atlas war in einem Workshop entstanden, Herausgeber ist das Regionalmanagement Städteverbund A14 der Beratungsgesellschaft Cima. „Es ist die erste gemeinsame Broschüre im Städteverbund“, sagt Ludwigslusts Wirtschaftsförderer Henrik Wegner. „Bisher gab es zu den verschiedenen Angeboten viele einzelne Faltblätter, jetzt liegt ein umfangreiches Kompendium vor.“ So gibt es Tipps zu Wasserwanderrastplätzen, zu Trabivermietung und Floßverleih, zum Gestütsweg für Reiter, zu Kutsch- und Kremserfahrten, zu Radtouren, Sehenswürdigkeiten, Manufakturen und der Entdeckerrouten-App. Als „Perlen am Wegesrand“ sind Kunstschaffende mit ihren Werkstätten und Atliers aufgelistet. Unter der Rubrik „Hits für Kids“ sind unter anderem der Barracuda Beach, das Luna Filmtheater und Hof Willi in Glaisin enthalten.

Der Aktiv-Atlas beschränkt sich nicht nur auf die drei Städte, sondern erwähnt auch Angebote in der Umgebung, etwa in Malliß oder Dömitz. „Wir wollen die ganze Region betrachten, denn der Tourist interessiert sich nicht für Ortseingangsschilder, und er weiß zumeist auch nicht, in welchem Landkreis er sich gerade befindet“, sagt Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach. „Er interessiert sich dafür, was er erleben kann.“ Der Atlas soll dafür einen kurzen Überblick geben. Detailliertere Informationen gibt es dann im Internet, unter anderem unter dreiecksgeschichte.de.

Für Grabows Bürgermeisterin Kathleen Bartels ist der Aktiv-Atlas wichtig, damit Besucher nicht nur einen Tag in der Region verbringen, sondern auch ihre Ferien. Aber nicht nur das. „Er zeigt auch den Einheimischen, was unsere Region für alle Generationen und Interessen zu bieten hat“, betont sie. Über das große Angebot sei man selbst ein bisschen erstaunt gewesen. Was den Tourismus angeht, sieht sie in Grabow noch Potenzial. Ihn weiter zu entwickeln, sei auch als Einnahmequelle für Einzelhandel und Gastronomie in der Stadt wichtig.

Der Aktiv-Atlas soll nicht die letzte gemeinsame Aktion sein. Auch bei der Beschilderung wolle man sich abstimmen, um einen Wiedererkennungseffekt zu erzielen, so Doreen Radelow. Und zudem soll eine Fahrradkarte entstehen, die auch die Entdeckerrouten enthält, die bei einem mit Leader-Mitteln geförderten Projekt entstanden waren.

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