Ludwigslust : „Tour de Bama“: Premiere geglückt

Thomas Mühl (li.) von der Werkzeugschleiferei Rothe zeigt Besuchern, wie die Maschine Sägeblätter schärft.   Fotos: Hennes (5)
Thomas Mühl (li.) von der Werkzeugschleiferei Rothe zeigt Besuchern, wie die Maschine Sägeblätter schärft. Fotos: Hennes (5)

Gewerbepark am Grandweg öffnete gestern Abend erstmals sein Tor für Führungen

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06. November 2014, 07:00 Uhr

Führungen im Fackelschein statt Feierabend: Der Bama-Gewerbepark hatte gestern erstmals für die Ludwigsluster seine Tore weit geöffnet. Bis spät in den Abend führten Geschäftsführer und Mitarbeiter neun ansässiger Unternehmen die Besucher durch die Hallen. Wer in der Dunkelheit die Orientierung verlor, musste nur den Fackeln folgen, die vor den Betrieben flackerten. „Es ist ein Experiment“, sagte Henrik Wegner, der Wirtschaftsförderer der Stadt. Er hatte im Sommer die Idee zu diesem Abend. „Was Schwerin mit der Langen Nacht der Wirtschaft kann, das sollte doch auch in Ludwigslust funktionieren.“

Der Wirtschaftsförderer will mit der Aktion gleich drei Gruppen ansprechen: die Schulabgänger, die Fachkräfte und die Ludwigsluster, die auswärts arbeiten. „Die Menschen hier sollen sich wieder mit der Wirtschaft vor Ort identifizieren“, sagt Wegner. „Das klappt am besten, wenn sie hinter die Kulissen schauen und mit den Mitarbeitern reden.“ Mit Benny Dalchow zum Beispiel. Der 27-Jährige ist Chefkonstrukteur bei der Stahl- und Behälterbau Ludwigslust GmbH. Den Schülern, die gestern Abend in seinem Büro standen, erzählte er, wie glücklich er hier sei. „Das ist mein Traumberuf. Ich stehe jeden Tag gern auf und freue mich auf die Arbeit.“ Vor sechs Jahren hatte er spontan im Büro des Geschäftsführers Thomas Schrapers mit seiner Bewerbungsmappe gestanden. „Die Besten bringt der Zufall“, sagt Schrapers. „Die stehen irgendwann einfach vor der Tür.“ Schrapers hat den jungen Dalchow gleich nach seinem dualen Maschinenbaustudium als Chefkonstrukteur eingestellt. Noch pendelt der junge Schweriner - für Bürgermeister Reinhard Mach die Gelegenheit, auf die jüngst beschlossenen guten Bau-Konditionen für junge Familien in Ludwigslust hinzuweisen. „Bauen Sie hier, dann könnten Sie mit dem Rad zur Arbeit fahren.“

Vier Stunden später an diesem Abend ist sicher: Das Experiment ist geglückt und aus der „Tour de Bama“ könnte eine feste Größe im Kalender der Stadt werden. Wegner: „Nächstes Jahr öffnet dann vielleicht ein anderes Gewerbegebiet.“

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