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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 12:38 Uhr

grabow : Top-Exponate für Schützenhaus

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ausstellung mit jagdlichen Gegenständen aus aller Welt wechselt von der Burg Mylau/Vogtland nach Grabow/Mecklenburg

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Der Büffelkopf blickt trotzig den Besucher an. Antilopen mit teils kunstvoll gestaltetem Gehörn haben ihren Stolz auch als Präparat nicht verloren. Es sind Tiere, die ihre Heimat in Namibia haben und dort gejagt werden dürfen. Ein Stück weiter richtet sich ein Bär an einem Baum auf – fast als wäre er lebendig. Er gehört zu den Ausstellungsstücken von Tieren, die aus dem europäischen und sibirischen Russland, aus Kasachstan und aus der Mongolei stammen. Noch sind alle Exponate einfach nur deponiert. Innerhalb eines Jahres sollen sie aber zu einer eindrucksvollen Ausstellung zusammengestellt werden.

Das Schützenhaus in Grabow, das gerade in der Sanierung ist, wird den Rahmen für die Exposition bilden. Sie ist jedenfalls so wertvoll, dass auch die Landesforst in Gestalt des Forstamtes Ludwigslust ihre Unterstützung gewährt. Bei einem Vor-Ort-Termin am Donnerstag schaute sich Amtsleiter Dr. Holger Voß den Fundus an und zeigt sich zufrieden. „Jedes Exponat hat ein Zertifikat, dass es nicht illegal hergestellt worden ist“, sagt Jürgen Behrends aus Glaisin, der die entscheidenden Kontakte herstellte, die Ausstellungsstücke nach Grabow zu holen. „Alle Waffen, die dazu gehören, haben eine Bescheinigung vom Landeskriminalamt Sachsen, dass sie inzwischen ungefährlich sind“, so der passionierte Jäger Jürgen Behrends weiter.

Zusammengetragen haben die Stücke Prof. Dr. Gottlieb Polzer und sein Vater, der seinerzeit Revierförster in Leussow war. Bisher war diese Dauerausstellung in der Burg Mylau im Vogtland zu sehen. Gottlieb Polzer, der seinen Nachlass regeln möchte, hat den Wunsch, die Ausstellung nach Mecklenburg zurückzuführen. Er nahm Kontakt mit Joachim Kolmer auf. Der Revierförster im Bundesforstrevier Lübtheen wohnt und arbeitet in der Heimat der Polzers, schreibt Bücher und ist dadurch bekannt geworden. Er wandte sich an Jürgen Behrends um Rat, der schließlich die Verbindungen knüpfte. Eile war geboten, denn es gab andere Interessenten an der Ausstellung, beispielsweise aus Ungarn oder aus dem sibirischen Irkutsk.

Polzer überlässt die Ausstellung als Dauerleihgabe den Grabowern unentgeltlich. Sie müssen sich aber für deren Erhalt einsetzen. Der Geber hat vier Männer eingesetzt, die sich zeit ihres Lebens darum kümmern werden: Joachim Kolmer, Jürgen Behrends, den Grabower Stadtvertretervorsteher Dirk Dobbertin und den Unternehmer Dirk Prieß. Die letzteren beiden haben mit sehr viel persönlichem Einsatz die Ausstellungsstücke aus Sachsen geholt. „Wir müssen die Natur und alles was mit ihr in Zusammenhang steht, wieder ins Bewusstsein der Menschen rücken“, sagt Prieß. Und Jürgen Behrends ergänzt: „Die Ausstellung soll nicht nur für Jäger interessant sein, sondern einem breiten Publikum zur Anschauung dienen.“

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