Glaisin : Top-Athleten der Lüfte bewundert

Manuel Preuss ist der Gesamtsieger der Schau in Glaisin.
Manuel Preuss ist der Gesamtsieger der Schau in Glaisin.

Traditionell trafen sich Brieftaubenzuchtvereine „Rauschende Schwingen“ Krenzlin und „Friedenstaube“ Malliß zum Jahresauftakt in Glaisin

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23. Januar 2018, 05:00 Uhr

„Wenn die Tauben von ihrem Flug wieder zu Hause ankommen, dann ist das der schönste Moment für mich“, sagt Manuel Preuss. Er hat sich seit mehr als 22 Jahren der Brieftaubenzucht verschrieben und ist Vorsitzender des Brieftaubenzuchtvereins „Rauschende Schwingen“ Krenzlin.

Gemeinsam mit dem Verein „Friedenstaube“ Malliß trafen sich Züchter und Brieftaubenfreunde traditionsgemäß zum Jahresbeginn auf dem Forsthof in Glaisin, um ihre Tiere zu präsentieren. „Dieses Mal waren rund 60 Tiere zu sehen, in sechs Klassen wurden die schönsten Tauben bewertet“, so Manuel Preuss, der bei der Schau 2018 wieder sehr erfolgreich war. Er gewann in vier Klassen, dazu konnten die Zuchtfreunde Hans Jörg Endruhn und Joachim Nettel jeweils eine Klasse bei den Brieftauben für sich entscheiden. Gesamtsieger der Ausstellung wurde Manuel Preuss. Im Vorjahr musste die Veranstaltung wegen der Vogelgrippe leider ausfallen.

15 Züchter gehören aktuell zum Stamm der Brieftaubenzüchter. „Von den Mitgliedern her sind wir noch gut aufgestellt, der Altersdurchschnitt liegt bei Mitte 40. Obwohl es auch für uns, wie in anderen Vereinen auch, immer schwieriger wird, Nachwuchs zu finden“, so Manuel Preuss. Er selbst hat zu Hause etwa 26 Tauben, seit seinem 15. Lebensjahr geht er diesem Hobby nach. „Über meinen Vater bin ich zur Brieftaubenzucht gekommen“, so der 37-Jährige, der früher einmal Rassetauben hatte. Aber Brieftauben sind ein teures Hobby, man muss jedes Jahr allerhand investieren. „Futter, Impfungen und anderes mehr, da kommt schon was zusammen“, so Manuel Preuss.


Ende April starten die Flüge

Beim Jahresauftakt in Glaisin ging es für die gefiederten Langstreckenflieger nicht in die Luft, da war der gute Gesamteindruck gefragt, um den Preisrichter zu überzeugen. „Jetzt richten wir unser Augenmerk auf die Zuchtvorbereitung. Mit den Flügen geht es erst wieder Ende April, Anfang Mai los“, so Manuel Preuss. Die Mallisser und Krenzliner Züchter gehören der Reisevereinigung Hagenow an. Gemeinsam werden die Tauben zum Auflassungsort gebracht.

„Zunächst stehen die kürzeren Strecken an, zwischen 100 und 600 Kilometern. Unser erster Wettkampf wird im polnischen Bydgoszcz sein, dort lassen wir unsere Tiere dann aufsteigen. Die Tauben haben dann eine Strecke von rund 400 Kilometern zurückzulegen. Und so ein Flug dauert dann ungefähr fünf Stunden, weil die Tiere ja gegen den Wind fliegen.“

Mit drei bis fünf Jahren haben die Top-Athleten der Lüfte ihren Leistungszenit, danach dienen die Brieftauben vor allem der Zucht. Bis zu 15 Jahre alt können die kleinen ausdauernden Flieger werden. Die Brieftauben finden zielsicher ihre Heimatschläge – einfach faszinierend. „Leider kommen aber nicht alle Tauben nach einem Flug wieder zurück in den heimatlichen Schlag. Es kommt immer wieder vor, dass sie Greifvögeln zum Opfer fallen“, sagt Manuel Preuss.

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