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Loosen und Brenz : Töpfern über die Schulter schauen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Traditioneller Tag der Offenen Töpferei am kommenden Wochenende. Christoph Bader in Loosen und Sophia Binney in Brenz sind dabei

von
erstellt am 08.Mär.2017 | 07:00 Uhr

Zum 12. Mal findet Tag der offenen Töpferei am kommenden Sonnabend und Sonntag statt. Von Anfang an in eigener Werkstatt dabei sind Melanie und Christoph Bader aus Loosen. So auch an diesem Wochenende. Das Ehepaar hat sich nach eigener Aussage seit der Werkstattgründung im Frühjahr 2002 der Herstellung von salzglasiertem Steinzeug verschrieben.

„Sicher gibt es einfachere Wege, Keramik herzustellen. Doch die immer wieder überraschenden Ergebnisse aus dem Holzbrand haben es uns angetan“, so Christoph Bader. Beim Holzbrand beginne alles mit dem „guten Ton“. Ein altes Rührwerk aus der Bäckerei mache die grobe Arbeit, dann geht’s durch die Strangpresse und am Ende heißt es „Ton schlagen“, so Christoph Bader.

Doch zu viel soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Viel mehr gibt es schließlich am Wochenende in der Werkstatt der Baders zu erfahren. Nur das sei noch kurz gesagt: Während Christoph Bader die Töpfe auf der Scheibe dreht, ist seine Frau Melanie für die Farbgestaltung zuständig. Nach fast 15 Jahren der Keramikherstellung in eigener Werkstatt hat das Ehepaar ein großes Sortiment an Formen, Farben und Dekoren entwickelt. Die Palette reicht von schlichten geometrischen Dekoren über freie grafische Gestaltung bis hin zu vollflächig dekorierten, oft komplett karierten Stücken. Seit gut einem Jahr findet man in der Werkstatt und Galerie am Dorfteich außerdem auch blau engobierte, salzglasierte Stücke, in kleiner Stückzahl, quasi als „limited edition“.

Die Werkstatt hat am kommenden Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Zu den Töpferwerkstätten, die am Sonnabend und Sonntag ihre Türen öffnen, gehört auch die von Sophia Binney in Brenz. Die Töpferin verbrachte einen Teil ihrer Lehr- und Arbeitsjahre in England, brachte von der Insel unter anderem die traditionelle Kunst der Slipware mit. Diese Keramik unterscheidet sich von der hiesigen Kunst durch die Oberflächenbehandlung. Bei der Technik wird auf den lederhaften Rohling eine Engobe, also dünnflüssige Tonmasse, aufgetragen. Sie gibt dem Produkt den Farbton. Sophia Binney stellt Kasserollen, Becher, Krüge und vieles mehr her. Die Töpfe, sagt sie, haben ihren Ursprung in der alten Tradition der Country Potteries in England. Sie sollen dem Besitzer Freude beim Kochen und Servieren bringen.


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