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Ludwigslust : Tief „Elon“ ließ Bäume umstürzen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sturmfront sorgte mit Hagel, Starkregen und Gewitter in der Region gestern für zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehren

Mit starkem Regen, Graupelschauern und heftigen Windböen ist die erwartete Sturmfront „Elon“ am Freitagmittag über das Land gezogen. Mit Böen der Stärke zehn bis elf und teilweise sogar in Orkanstärke - wie etwa auf Hiddensee - zog eine Kaltfront von Nordwesten über das Land. Allein in Westmecklenburg gingen mehr als 100 Notrufe ein. Ein Gewittersturm hat am Freitagmittag zahlreiche Bäume im Landkreis Ludwigslust-Parchim abgeknickt. Dabei kam es auf einigen Straßen zu Verkehrsbehinderungen.

Kurzzeitig gesperrt werden mussten unter anderem die B 104 bei Mustin, die B 104 bei Brahlstorf, die B 103 bei Karow, die B 191 bei Groß Laasch, die B 191 in Karstädt, die B 5 zwischen Kummer und Picher sowie die Kreisstraße zwischen Wittenburg und Perdöhl. Auf der B 5 bei Pritzier fuhr ein PKW gegen einen umgestürzten Baum. Der Fahrer blieb unverletzt, am Fahrzeug entstand Sachschaden.

„Nach einem Blitzeinschlag in Parchim sicherte die Feuerwehr ein Mehrfamilienhaus. Durch den Einschlag wurde das Haus beschädigt, verletzt wurde niemand. Es drohten Gebäudeteile herunterzufallen“, teilte der Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, Klaus Wiechmann mit.

In Zarrentin beschädigte ein umgewehter Werbeträger mehrere Autos auf einem Parkplatz. In Ludwigslust fielen einige Holzlatten von einem Gebäudedach. Es wurde niemand verletzt.

Bereits am gestrigen Morgen hatte eine Windböe auf der B 103 südlich von Plau einen Lkw erfasst. Der Laster rutschte eine Böschung herunter, es entstand Sachschaden in Höhe von über 2000 Euro. Der Fahrer blieb unverletzt.

Am gestrigen Nachmittag wurde auch die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigslust bei einem Einsatz in Grabow benötigt. „Drei Kameraden von uns waren mit der Drehleiter vor Ort“, so der Ludwigsluster Wehrführer Sebastian Meier. „Ein Baum am Fritz-Reuter-Haus im Kießerdamm war durch den starken Sturm abgebrochen. Damit nicht noch mehr passiert, haben wir ihn mit Hilfe der Technik der Ludwigsluster Kameraden abgenommen“, ergänzte Grabows Amtswehrführer Bernd Rüsch.

Zuvor hatten die Feuerwehrleute schon einige andere Einsätze hinter sich, so mussten die Grabower und Wanzlitzer Feuerwehrkameraden einige Bäume von der Straße holen. Im Zuge des Einsatzes am Reuter-Haus wurden die Grabower Kameraden dann auch noch zum Brand einer Gartenlaube an der B5 nahe der Elde-Wasserstraße gerufen. „Das Feuer hatten wir schnell gelöscht. Die Kripo hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen“, sagte Bernd Rüsch.

Probleme gab es auch im Fährverkehr: Gestern gegen 12.30 Uhr mussten die beiden Elbfähren „Tanja“ und „Amt Neuhaus“ ihren Betrieb einstellen. Die Sturmböen machten die Überfahrt auf der Elbe in der niedersächsischen Gemeinden zu gefährlich. Stichwort Tannenbaumverbrennen: „Die Feuerwehr Techentin sagt die für den heutigen Sonnabend geplante Veranstaltung auf Grund des Sturmes ab“, so der Ludwigsluster Gemeindewehrführer Bodo Thees. Das Baumverbrennen wird auf den 17. Januar ab 16 Uhr verschoben. Bodo Thees weiter: „Unsere Wehren wurden bis gestern Nachmittag zu drei Einsätzen gerufen. Glaisiner Feuerwehrleute hatten einen umgestürzten Baum Richtung Hornkaten zu beseitigen, die Kummeraner Kameraden hatten in Richtung Picher einen umgestürzten Baum von der Straße zu räumen und die Kameraden aus Ludwigslust mussten im Lüblower Weg in Ludwigslust einen umgestürzten Baum beseitigen.“

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