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Ludwigsluster Tageblatt

17. November 2017 | 22:32 Uhr

Gorlosen : Thema Wind bewegt die Region

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gemeinde Gorlosen lud zur Infoveranstaltung ein

von
erstellt am 06.Apr.2016 | 08:22 Uhr

Das Thema Windkraft bringt die Menschen der Region auf die Beine. Sichtbar wurde das am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Dadow, Ortsteil der Gemeinde Gorlosen.

Hintergrund: Bis zum 31. Mai können alle Bürger zum Entwurf Energie der Regionalplanung Westmecklenburg Stellung nehmen. „Um sich über den Entwurf der Regionalplanung zu informieren und Fragen zu stellen, hat die Gemeinde Gorlosen alle interessierten Einwohner der eigenen und umliegenden Gemeinden eingeladen“, so der Gorlosener Bürgermeister Berthold Böttcher.

„Die Teilfortschreibung des Kapitels Energie des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Westmecklenburg sieht gegenwärtig in den Gemeinden Eldena, Gorlosen und Milow sowie in den jetzt zur Stadt Grabow gehörenden Orten Steesow, Bochin und Zuggelrade eine außerordentliche Häufung von Windeignungsgebieten vor“, so Doreen von Soosten, Mitglied der Gorlosener Bürgerinitiative „Natur tut gut“.

Information tue not, und zwar eine solche, die nicht an Gemeindegrenzen Halt mache. Deshalb war Bürgermeister Berthold Böttcher von der Gemeindevertretung Gorlosen im Februar beauftragt worden, zu dieser Infoveranstaltung einzuladen.

Geballte Fachkompetenz war angereist. Als Referent zum Beispiel Karl Schmude, in Personalunion Leiter des Amtes für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg und der Geschäftsstelle des Planungsverbandes. Johann-Georg Jaeger, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, war da, ebenso Heiko Böhringer vom Regionalen Planungsverband und Henning Remus, zuständiger Abteilungsleiter im Staatlichen Amt für Umwelt und Natur (StALU). Die Moderation lag in den Händen von Landtags-Vizepräsidentin Silke Gajek (Grüne). Sie hatte gleich zu Beginn der Veranstaltung die Hoffnung formuliert, mit der Veranstaltung „etwas Druck aus dem Kessel“ nehmen zu können.

Bürgermeister umliegender Gemeinden waren ebenfalls nach Dadow gekommen.

Amtsleiter Schmude erwies sich als unermüdlicher Gesprächspartner, der in der zweieinhalbstündigen Veranstaltung eine Menge Fragen zu beantworten hatte. Zielabweichungsverfahren, harte und weiche Ausschlusskriterien, die Kartierung des Rotmilans, Abstandsgrößen, Umfassungswinkel von Winkraftgebieten, Infraschall – die Themen waren breit gefächert. Es ging auch darum, den Bürgern die konkreten Möglichkeiten der Beteiligung am Verfahren zu erläutern.

Der Entwurf Energie kann im Amt Grabow oder unter www.westmecklenburg-schwerin.de eingesehen werden. Bis zum 31. Mai können alle Bürger zum Entwurf Stellung nehmen.

Karl Schmude rechnet mit etwa 6000 Argumenten, die abzuwägen sein werden. „Das wird etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen“, so der Leiter des Amtes. Dann geht der Entwurf in die nächste Phase der Beteiligung. Bis er Gesetzeskraft erlangt, werden nach Schmudes Ansicht noch zwei Jahre ins Land gehen.

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